Abwassergebühren müssen ebenfalls angehoben werden

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Bei der letzten Sitzung des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung Bad Abbach/Teugn wurde die Beitrags- und Gebührensatzung geändert. In einem Turnus von vier Jahren wird überprüft, ob die Beitrags- und Gebührensätze noch für die Erfordernisse zum Erhalt einer umweltgerechten Abwasserentsorgung ausreichend sind. Im Rahmen dieser Überprüfung wurde festgestellt, dass die bisherigen Beitrags- und Gebührensätze nicht mehr diesen Erfordernissen entsprechen.

Nicht zuletzt im Hinblick darauf, dass vor allem die Entsorgung des Klärschlamms, bedingt durch die zunehmend schärferen Vorschriften für den Anteil von Phosphaten und Nitraten im Klärschlamm, wie bisher mittelfristig nicht mehr möglich sein wird. Entsorgt wird der Klärschlamm durch Verteilung auf die landwirtschaftlichen Nutzflächen. Die Menge und die Häufigkeit der Verteilung auf die Äcker ist jedoch einem strengen Regelwerk unterworfen. Besonders der Gehalt von Phosphat und Nitrat wird zunehmend zu einem Problem, da diese Stoffe zu einer Grundwasserbelastung führen. Die Grenzwerte für den Gehalt an diesen Stoffen werden daher immer wieder reduziert. Der Abwasserzweckverband muss daher neue Möglichkeiten der Klärschlammentsorgung in seine Planung miteinbeziehen. Da aber andere Möglichkeiten der Klärschlammentsorgung, wie zum Beispiel die künstliche Trocknung mit anschließender Pressung zu Platten und deren Verbrennung, nur mit einem höheren Kostenaufwand zu bewerkstelligen sind, erhöhen sich auch die Kosten für den Abwasserzweckverband.

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Ein weiteres Thema in der Sitzung war die Kanalüberprüfung im Baugebiet Deutenhof. Die inzwischen in die Jahre gekommene Kanalisation muss auf eventuelle Schäden überprüft werden. Zur Feststellung des erforderlichen Umfangs der Prüfmaßnahmen wurde das Ingenieurbüro S² aus Barbing beauftragt und stellte bei der Sitzung die Ergebnisse vor. Der finanzielle Aufwand für die Überprüfungsmaßnahmen wird sich erheblich erhöhen, nämlich von 50.000 Euro auf rund 88.000 Euro, da durch Auflage des Wasserwirtschaftsamts nicht nur die generelle Überprüfung der Abwasserkanalisation inklusive der Revisionsschächte erfolgen wird, sondern noch zusätzlich die Regenwasserkanalisation überprüft werden muss, da sich das Baugebiet Deutenhof in direkter Nachbarschaft zum Wasserschutzgebiet für die Trinkwasserversorgung befindet. Die Ausschreibung der Prüfungsmaßnahmen soll mit der nächsten Sitzung des Abwasserzweckverbandes erfolgen. Weitere Kosten von rund 62.000 Euro werden durch die Sanierung des Regenrückhaltebecken Deutenhof entstehen. Der Zustand des Regenrückhaltebeckens ist durch Verschlammung nicht mehr den Erfordernissen entsprechend.

Die Beiträge für die Herstellungskosten werden wie folgt geändert:

Pro m² Grundstücksfläche von bisher 2,29 €/m² auf 2,31 €/m²
Pro m² Geschossfläche wird der Beitrag von bisher 14,34 €/m² auf 14,24 €/m² gesenkt

Die Gebühren für Schmutz- und Regenwasserablauf werden pro m³ verbrauchten Trinkwasserwie folgt neu festgelegt:

Schmutzwassergebühr von bisher 1,95 €/m³ auf 1,98 €/m³
Die Gebühr für Niederschlagswasser bleibt unverändert bei 0,12 €/m³