ZirngiblBA2017Vortrag fand reges Interesse

Rund vier Millionen sind alleine in Deutschland von der „Volkskrankheit“ Depression betroffen. Fritz Zirngibl, Kreisrat der Bayernpartei, und Heinz Rotter vom Sozialverband VdK hatten zu diesem Thema kürzlich zum Fischerwirt nach Bad Abbach eingeladen. Als kompetenter Referent konnte Dipl. Psychologe und Psychotherapeut Hans Neulinger vom Sozialpsychiatrischen Dienst der Bayerischen Gesellschaft für psychische Gesundheit gewonnen werden.

Der Tagungsraum beim Fischerwirt war bis auf den letzten Platz besetzt. Über 40 Interessenten waren gekommen und lauschten mit großem Interesse den Ausführungen von Hans Neulinger. Er brachte zuerst Fallbeispiele, damit man den Begriff „Depression“ einordnen konnte und erklärte die Verhaltensweisen der Patienten: vom beginnenden Rückzug aus dem Umfeld, nicht mehr aktiv sein, Schlafstörungen bis hin zur manischen Depression, welche zu stark schwankenden Stimmungen bis hin zu Suizid führen kann.
Er berichtete auch, dass fast jede vierte Frau und jeder neunte Mann inzwischen mit Depressionen belastet ist. Ausführlich berichtete der Diplompsychologe über die Wege aus diesem Teufelskreis. Helfen können Psychotherapien, Medikamente, Schlafentzugs- und Lichttherapien und Sport- und Ergotherapien.
Damit es nicht überhaupt so weit kommt, empfahl Hans Neulinger aktiv und zufriedenstellend zu leben, genießen zu lernen und zu üben, sich erreichbare Ziele zu setzen, sich nicht zu übernehmen und angenehme soziale Beziehungen zu pflegen. „Das entspricht sehr der bayerischen Lebensart.“, meinte dazu Kreisrat Fritz Zirngibl schmunzelnd. „Griabig bayrisch leben hält also gesund!“
Nach dem Vortrag konnten die Zuhörer noch Fragen an den Fachmann stellen, wobei es häufig um konkrete Probleme ging, vor allem, dass Termine beim Facharzt und Psychotherapeuten sehr schwer zeitnah zu bekommen sind. Hier empfahl Hans Neulinger mit Hartnäckigkeit und Geduld dran zu bleiben. „Aber haben depressiv Kranke hierzu noch die Kraft?“, fragt Fritz Zirngibl.