B 16 Ausbau3Drei-streifiger Ausbau der B 16 bei Alkofen erzürnt die Anwohner

Für die B 16 ist zwischen Bad Abbach-Alkofen und -Lengfeld ein Ausbau auf drei Fahrspuren vorgesehen, der in fünf bis sechs Jahren realisiert werden soll. Anlässlich dieses beabsichtigten Ausbaus fand bereits jetzt im Gasthof Schreiner in Lengfeld eine Bürgerinformation durch das Staatsbauamt Landshut mit Baurätin Christine Stelz, Projektleiter Benedikt Rohleder und Referendar Andreas Hauser statt. Wie Baurätin Christine Stelz erläuterte, befindet sich das Projekt erst in der Vorplanungsphase und man möchte mit dieser Bürgerinformation zum einen das Projekt vorstellen und zum anderen die Meinungen der B-16-Anwohner in diesem Streckenbereich zum Straßenumbau erfahren.

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Als Grund für den beabsichtigten Ausbau wurden von den Fachleuten folgende Fakten genannt: Das hohe Verkehrsaufkommen der B 16 mit inzwischen eher 12.000 als wie bisher angenommenen 9.000 Kraftfahrzeugen pro Tag sowie höhengleiche Kreuzungen und Zufahrten, teilweise direkt von Privatgrundstücken aus. Zudem sei die B 16 im Knotenpunkt der Kreisstraße KEH 11 nicht mehr richtlinienkonform, da in diesem Bereich keine inzwischen erforderlichen Ein- und Ausfädelspuren vorhanden sind. Ebenfalls ein wichtiges Kriterium für den Ausbau sei, dass im Bereich zum Wasserschutzgebiet keine Abdichtung des Straßenwassers der B 16 existiert. Auch die hohe Unfalldichte mit teilweise tödlichen Unfällen mache nach Ansicht des Staatsbauamtes einen Ausbau der B 16 notwendig.
Ziel des Ausbaus soll daher sein, die Verkehrssicherheit durch folgende Maßnahmen zu erhöhen:
B 16 AusbauSchaffung von sicheren Überholabschnitten, Ausbau und Verbesserung der bestehenden Anschlussstellen, Abkoppelung des untergeordneten Wegenetzes, Bündelung von direkten Zufahrten über Parallelwege und Anschluss über einen neuen Knotenpunkt, Überholverbote in ein-streifigen Abschnitten, um dadurch die Fahrzeugkolonnen zu entzerren, die Leistungsfähigkeit der B 16 vor allem für den PKW-Verkehr zu steigern, im Bereich des Wasserschutzgebietes die Mängel zu beseitigen und die Entwässerungssituation der untergeordneten Wege im Bereich des Wasserschutzgebiets zu verbessern.
Im Ergebnis soll die B 16 zwischen Alkofen und Lengfeld auf einem Teilstück von 3,5 km um 3,5 m verbreitert und die Anschlussstelle KEH 11 rechtskonform ausgebaut werden.
Nach diesen Erläuterungen durch Projektleiter Benedikt Rohleder war die Stimmung unter den anwesenden Betroffenen im Saal des Gasthofs Schreiner schon sehr aufgeheizt. Besonders, weil man bereits seit Jahren eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Strecke zwischen Alkofen und Abfahrt Lengfeld fordert und es ebenso jahrelang gedauert hatte, bis überhaupt eine Geschwindigkeitsbegrenzung bei Alkofen installiert worden ist. Anwohnerin Ute Schambeck, die sich seit Jahren zur Verbesserung der Sicherheitssituation der B 16 in diesem Bereich engagiert und der man es auch zuschreiben kann, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung bei Alkofen verwirklicht wurde, war mehr als verärgert. Unter anderem auch darüber, dass man bisher keine genauen Verkehrszahlen bekommen konnte und nun plötzlich sogar höhere Zahlen als vermutet als Grund für den Ausbau mit angeführt werden. Ausgerechnet die Argumente, welche von ihr angeführt wurden, um die Sicherheit der B 16 zu erhöhen, werden nun als Argumente für einen drei-spurigen Ausbau herangezogen. Auch andere Bürger, die sich zu Wort meldeten, bemängelten, dass ihr Ziel, eine Erhöhung der Sicherheit durch Geschwindigkeitsbegrenzungen durch die vorgestellten Ausbaumaßnahmen konterkariert werden.  Weiter wurde angeführt, dass ein Ausbau die Verkehrsbelastung erhöhen wird und vor allem die Emissionen, wie Bremsstaub, Reifenabrieb und Lärm, zunehmen werden.