Es bleibt beim bisherigen Entwurf

Marktplatz neu1

Bereits seit November 2015 ist die Platzgestaltung der sogenannten „Neuen Mitte Bad Abbach“ ein Thema nicht nur im Marktgemeinderat. Wie bereits mehrmals berichtet soll bei der Neuanlage des Restareals des ehemaligen BRK-Geländes die bestehende Straßenführung komplett geändert werden. Zielsetzung ist, die bis jetzt ungenutzte Fläche mit der Fußgängerzone als eine Einheit zu verbinden. Problematisch ist nur, dass nicht nur die Straßenführung wie bisher zur Diskussion steht, sondern auch für den Mühlbachweg eine Straßenanbindung erhalten bleiben muss. Bei dem Planungsentwurf, für den sich der Marktgemeinderat entschieden hat, soll nun jedoch die Verbindung der Kochstraße mit der Kaiser-Karl-V.-Allee durch eine Querstraße direkt vor dem Gebäude Kochstraße 2 verlaufen. Dagegen wehrt sich die Hausgemeinschaft, der ein Teil der Eigentümer und Mieter angehört, und unterbreitete ihrerseits Vorschläge zur Straßenführung. Der Kurier berichtete darüber ausführlich.

Plan Marktplatz3
In der Marktgemeinderatssitzung vom 14. Juni stand nun eine leicht abgeänderte Planung zur nochmaligen Entscheidung an. Nachdem der Planer diesen neuen Entwurf eingehend erläutert hat, setzte eine Diskussion im Grundsatz und im Detail ein. Marktgemeinderat Ernst Gassner (CSU) monierte, dass zu wenig Parkmöglichkeiten vorgesehen sind sowie die Verlagerung der geplanten öffentlichen WC-Anlage weg von der Kelleranlage Burgberg hin zur Kaiser-Karl-V.-Allee in direkter Nachbarschaft zum Gebäude Kochstraße 2. Weiterhin regte Ernst Gassner an, dass bei dieser Sitzung des Marktgemeinderates noch kein Auslegungsbeschluss für eine Änderung des Bebauungsplanes gefasst werden und statt dessen die eigentlich schon länger anberaumte Bürgerbeteiligung in Form einer Informationsveranstaltung im Kursaal abgewartet werden solle.
Bürgermeister Ludwig Wachs wies daraufhin hin, dass sich die Regierung von Niederbayern für den Platz noch weniger Parkplätze vorstellt.
Thema war auch, wie der Schallschutz am Platz aussieht. Markträtin Elfriede Bürckstümmer (SPD) fragte nach, ob hier überhaupt die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone, wie sie in der Planung vorgestellt wird, möglich ist und ob eine Verkehrszählung für die Kochstraße vorliegt. Der Planer bemerkte dazu, dass für den Platz ein Schallschutzgutachten erstellt worden ist und die geltenden Schallschutzwerte an keiner Stelle des Platzes überschritten werden. Marktrat Andreas Diermeier (CSU) hält die Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit von Fahrzeugen in einer verkehrsberuhigten Zone nur für schwer kontrollierbar.
Marktgemeinderat Siegfried Schneider (iNBa/Bündnis90-Die Grünen) stellte zum Thema Schallschutz fest, dass relevante Messergebnisse für eine Schallschutzmessung selbst bei 30 km/h nur unerheblich sind und erst ab einer Geschwindigkeit von 50 km/h an Bedeutung gewinnen. Bei der Planung ergibt sich für den KFZ-Verkehr ein andauerndes Bremsen und wieder Beschleunigen und damit eine unnötige Lärmproduktion. Schneider verwies bei dieser Gelegenheit auf seine Anregungen zur Platzgestaltung und der Verkehrsführung. (Vorschlag von Marktrat Siegfried Schneider - hier klicken -)
Weiterhin war Marktrat Siegfried Schneider der Meinung, dass vorerst kein Auslegungsbeschluss gefasst werde und man den öffentlichen Termin für eine vorgezogene Bürgerbeteiligung abwarten sollte. Marktrat Josef Geitner (FW) fand die vorliegende Planung für eine „wunderschöne Sache“, da der neue Platz auch für Veranstaltungen für die Bad Abbacher Vereine besonders geeignet sei und sprach sich dafür aus, jetzt einen Auslegungsbeschluss zu fassen oder den Platz für eine zusätzliche Bebauung zu verwenden. Marktrat Josef Hofmeister (CSU) schlug vor, die Verwaltung sollte prüfen, ob eventuell Fördergelder zurückzuzahlen sind, wenn die vorgesehene Planung verwirklicht wird, und dass man den Bewohnern des Gebäudes Kochstraße 2 die Möglichkeit einräumen sollte, Teilflächen dazu zu kaufen, um den Abstand zur zukünftigen Straße vor dem Haus zu vergrößern. Stellvertretender Bürgermeister Christian Hanika (FW) pflichtete Josef Geitner bei und sprach sich dafür aus, den vorgelegten Vorentwurf zu billigen. Marktrat Ferdinand Hacklsperger (Zukunft Bad Abbach) hielt die neue Straßenführung für richtig und war ebenfalls für eine Beschlussfassung für den Vorentwurf. Bei der nachfolgenden Beschlussfassung wurde der Vorentwurf mit 12:11 angenommen. Konrad Obermüller (Zukunft Bad Abbach) und Sieglinde Wasöhrl (FW) waren entschuldigt, stimmten also nicht mit ab. Ebenso entschuldigt war zwar Arno Seidl-Schulz (FW), er erschien dann aber doch etwas verspätet zur Marktratssitzung.