Raith1Rosemarie Raith geht in Ruhestand

So ist das, wenn ein „Urgestein der Verwaltung“ in den verdienten Ruhestand verabschiedet wird: Die eine und auch andere Träne der Rührung wird verdrückt, die Belegschaft des Bad Abbacher Rathauses singt der Neu-Rentnerin ein eigens für sie neugetextetes Lied und der Erste Bürgermeister Ludwig Wachs hält eine besondere Laudatio. Denn Rosemarie Raith war nicht eine x-beliebige Kollegin, sondern eine außergewöhnliche Mitarbeiterin.

Raith4
Am 1. August 1967 begann Rosemarie Raith im Rathaus Bad Abbach ihre Ausbildung und blieb bis heute ihrem Arbeitgeber treu. Während der Ägide von drei Bürgermeistern war die stets freundliche, gut gelaunte und humorvolle Verwaltungsangestellte Vorzimmerdame zweier Rathauschefs, war eingesetzt im Standesamt und anschließend lange Jahre im Einwohnermeldeamt.

Raith6

„Liebe Rosemarie, zu deiner Verabschiedung wollen wir dir heute mit dieser kleinen Feier Dankeschön sagen,“ so Ludwig Wachs in seiner Ansprache, „denn du warst für uns keine „normale“ Kollegin, sondern eine Allround-Kraft, überall einsetzbar, und eigentlich ein Computer mit übergroßer Festplatte. Du wusstest über alle Bürgerinnen und Bürger von Bad Abbach Bescheid und konntest deinen Kollegen stets Auskunft geben, ohne groß in Akten wälzen zu müssen. Ich danke dir im Raith3Namen der gesamten Verwaltungsbelegschaft für deine Loyalität und für deinen Arbeitseinsatz. Wir werden dich vermissen, hoffen aber, dass du uns öfter einmal besuchen kommst. Wir wünschen dir jedenfalls für die Zukunft alles Gute“

Offensichtlich emotional aufgewühlt, bedankte sich Rosemarie Raith für die lieben Worte. Es sei für sie eine schöne Zeit in der Verwaltung gewesen, der sie auch bisschen nachtrauere, weil sie gerne dort tätig war: „Das Rathaus war meine zweite Heimat.“ Sie freue sich aber auch auf das Rentner-Dasein, denn nun hätte sie mehr Zeit für ihre Familie und ihre fünf Enkelkinder, aber auch für ihre Hobbys, wie lesen und reisen und „a bisserl faulenzen is a guat“.
Zur großen Überraschung und Freude stimmten dann die Kolleginnen und Kollegen, unter der Leitung von Reinhard Langer den Popsong „Skandal im Sperrbezirk“ an, dessen Text eigens auf Rosemarie Raith „zugeschnitten“ worden war:
„Ja, Rosi hat ein Telefon
Auch wir hab’n ihre Nummer schon
Unter .............  .......... und sieb’n
Wird Rosi uns wohl ewig lieb’n
Und draußen in der ........-Straß
Kriegt der Ehemann den blanken Hass
Weil jeder, den die Sehnsucht quält
Ganz einfach Rosis Nummer wählt.“
Abschließend überreichte Geschäftsstellenleiter Georg Brunner für die gesamte Belegschaft an Rosemarie Raith ein Buch über Schweden und einen Zuschuss für eine Reise in das Land, das zu ihren bevorzugten Reisezielen gehört.
Und mit Ende der Feier ging eine Ära im Rathaus auch zu Ende.

Raith7