Im Seniorenwohnen Lugerweg wird wieder saniert

Im Seniorenwohnen Lugerweg gehen Fliesenleger und Installateure bald ein und aus. Denn ab 4. April setzt das Wohn- und Pflegeheim seinen Sanierungsplan um. Ganz oben stehen die Bäder und Küchen in den Appartements. In allen Pflegezimmern werden in den nächsten Jahren die Nasszellen saniert. Die kompletten Sanitäranlagen werden mit neuen Halterungen ausgestattet. Zudem bauen Fliesenleger Kacheln mit Anti-Rutsch-Behaftung ein. Diese garantieren einen festen Stand. Dadurch können sich die Seniorinnen und Senioren in Zukunft noch sicherer im Raum bewegen. „Alle Zimmer sind dann selbst mit Rollstuhl uneingeschränkt nutzbar“, kündigt Einrichtungsleiterin Margit Hornick an „und das sogar ohne Hilfe von Pflegepersonal.“

BRK Abbach
Margit Hornick leitet das Seniorenwohnen seit 2012. Zusammen mit Heimaufsicht und Bauträger hat sie den Sanierungsplan erarbeitet. In einem Raum haben sie die Vorstellungen bereits umgesetzt. Seit vier Jahren bewohnt eine Seniorin das Musterzimmer. Sie ist durchweg begeistert von der Gestaltung. Denn der Sanierungsplan sieht nicht nur sicherere, sondern auch schönere Zimmer vor. Die Einrichtung ist nämlich schon genauso alt wie das Wohnheim selbst: 32 Jahre. „Wenn schon Bäder und Küchen saniert werden, dann richten wir auch gleich chic ein.“, erklärt Hornick. Dazu gehören zeitgemäße Möbel für 22 Doppelbettzimmer und 73 Appartements. Das neue Interieur, Schränke mit Schiebetüren und neue Kommoden, alle mit weißem Korpus und hellen Holzfronten, ist heller und freundlicher. So sind die Räume nach dem Umbau nicht nur sicherer, sondern auch moderner.
Die Bauarbeiten erfolgen in Etappen. Dabei werden höchstens drei Zimmer gleichzeitig saniert. Deshalb muss nicht gleich ein ganzes Stockwerk umziehen, sondern die Bewohner wechseln das Zimmer, solange ihr eigenes saniert wird. „Dadurch vermeiden wir stressige Logistik und Lärmbelästigung.“, erläutert Margit Hornick.
Bereits in den zurückliegenden Jahren verkehrten immer wieder Bauarbeiter im Seniorenwohnen. Immerhin scheint die Sonne schon seit über drei Jahrzehnten auf das Gebäude im Donautal. Jedes Zimmer hat einen eigenen Balkon. Obwohl diese überdacht sind, haben Wind und Wetter ihre Spuren hinterlassen. Deshalb tauschte ein Glaser vor anderthalb Jahren einen Teil der Türen und Fenster aus. Jetzt investiert die Sozialservice Gesellschaft (SSG) des Bayerischen Roten Kreuzes GmbH erneut in ihr Seniorenwohnen: 2,5 Millionen sind für die Sanierung der Bäder in Bad Abbach eingeplant. Davon stemmt die SSG circa 700.000 Euro. Den Rest übernimmt der Münchener Curent Fonds – der Eigentümer des Objektes.
Schon jetzt bewertet der Medizinische Dienst der Krankenkassen das Haus mit der Note 1,3. Zurzeit leben dort 131 Senioren. Mehr als hundert Mitarbeiter kümmern sich um Bewohner und deren Zuhause. Über die Hälfte der Beschäftigten sind Fachkräfte. Damit liegt das Seniorenwohnen Lugerweg über dem, was das Pflegegesetz fordert. Die Lebensqualität der Senioren wird sich durch die Sanierungen nochmals verbessern. Margit Hornick ist sich sicher: „Das Geld ist eine Investition in Sicherheit und Komfort. Der Einsatz wird sich lohnen.“