LAG-Ausschuss hat entschieden

Schulhaus Dünzling

Kürzlich tagte der Leader-Ausschuss der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Kelheim e. V. (LAG) im Hopfenhaus in Steinbach über die Vergabe weiterer Zuschüsse zu Projekten. Das Hopfenhaus in Steinbach war ebenfalls ein Leader-Projekt und konnte bei dieser Gelegenheit besichtigt werden. Neben Gemeindemitteln wurde das Hopfenhaus unter der Mitwirkung der Bevölkerung erstellt und ist nun der Stolz der Gemeinde Steinbach und seiner Bürger. Die beteiligten Bürger von Steinbach haben ehrenamtlich rund 10.000 Arbeitsstunden bei der Errichtung des Hopfenhauses geleistet. Marianne Huber aus Steinbach machte die Führung durch das Hopfenhaus und erklärte die Details zum Hopfenhaus.

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Nach der Führung begann die Sitzung der Aktionsgruppe unter dem Vorsitz von Dipl.-Ing. agr. Klaus Amann, von der Leader-Geschäftsstelle des Landkreises Kelheim. Klaus Amann begrüßte Landrat Dr. Hubert Faltermeier als 1. Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Kelheim e.V., Werner Stahl, den stellvertretenden Vorsitzenden der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Kelheim e.V., und den Ersten Bürgermeister von Mainburg, Josef Reiser. Nach Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung zur Sitzung und der Beschlussfähigkeit gab es einen Rückblick auf bereits durchgeführte Leader-Projekte und laufende Projekte.


Erstes Projekt, das zur Beschlussfassung stand, war das ehemalige Schulhaus von Dünzling.
Nach kurzer Erörterung der relevanten Prüfungspunkte wurde das Projekt in das Leader-Programm einstimmig aufgenommen. Bei dem Projekt kann entweder das bestehende Gebäude saniert werden oder aber auch ein neues Gebäude errichtet werden. Förderfähig sind bei dem Projekt 400.000 Euro mit einer maximalen Bezuschussung von 200.000 Euro.
Begründung für die Zustimmung war unter anderem, dass in Dünzling kein gastronomischer Betrieb mehr besteht und damit auch keine geeigneten Veranstaltungsräume für örtliche Veranstaltungen und Vereine mehr vorhanden sind. Dünzling würde durch eine Sanierung oder einen Neubau einen zentralen Ort für die Sicherung und Reaktivierung des Dorflebens erhalten.
Eventuell könnte das Projekt aber auch über den ELER-Fond gefördert werden. In Bayern stehen dazu insgesamt 84 Millionen Euro bei maximal 60% Förderung der förderfähigen Projektkosten zur Verfügung. Mehr Information hierzu ist unter http://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/099468/index.php  erhältlich.

 

Zweites Projekt zur Beschlussfassung war das Passionsspiel Altmühlmünster.
Hierbei handelt es sich um Einzelprojekt mit 70.000 Euro Gesamtaufwand. 50% davon können durch Leader übernommen werden. Das Projekt wurde einstimmig in das Leader-Programm aufgenommen.

 

Drittes Projekt zur Beschlussfassung war der alte Friedhof in Saal a. d. Donau.
Hier soll das Gelände und die Friedhofsmauer des alten Friedhofs mit einem angrenzenden Gelände zu einem Generations-Bewegungspark ausgebaut werden. Die förderfähigen Kosten wurden mit 260.000 Euro ermittelt. 70.000 Euro davon werden jedoch im Rahmen der Städtebauförderung bezuschusst. Nach kurzer Erörterung wurde dann beschlossen, das Projekt mit 190.000 Euro förderfähigen Kosten in das Leader-Programm aufzunehmen.

Zum vierten beantragten Projekt, das Handlungskonzept Mountainbiking, erfolgte nur eine Vorstellung des Projektes und es wurde kein Beschluss gefasst.

 

Allgemeine Informationen zu LEADER

LEADER steht für „Liaison entre actions de développement de l’ économie rural“ – bedeutet: Verbindungen von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.

Was ist das Besondere an diesem EU-Programm?
Es werden ausschließlich ausgewählte, innovative Projekte mit hohem Qualitätsstandard gefördert. Nachhaltigkeit in ökologischer und ökonomischer Sicht ist eine Grundvoraussetzung. Nicht die Quantität, sondern die Qualität steht im Vordergrund. Die Förderung erfolgt nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern nach strengen fachlichen Prüfkriterien. Die Lokale Aktionsgruppe Landkreis Kelheim e.V. (LAG) ist das Entscheidergremium auf Landkreisebene, sie ist „Herrin des Verfahrens“. Das Gremium setzt sich zusammen aus Vertretern der Politik und der Wirtschaft sowie von sozialen und ökologischen Institutionen.

Wie wird man LEADER-Region?
Um die Gelder aus Brüssel anfordern zu können, ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Wettbewerb der Regionen notwendig. Dafür ist die Erstellung einer sogenannten Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) Voraussetzung. Den Zuschlag vom LEADER-Auswahlgremium erhalten Strategien, die definierte Muss- und Qualitätskriterien erfüllen.

Einige Beispiel von bereits realisierten LEADER-Projekten im Landkreis Kelheim:
Grundwasserschutzprojekt Jura, Informations- und Begegnungszentrum Kloster Weltenburg, Gesundheitsoase Bauernhof, Volkssternwarte Ihrlerstein, Infostelle Hopfenland Hallertau, Orgelmuseum Franziskanerkirche, Leben+plus – Betreuungsprojekt für Senioren, Ausbildung zum geprüften Natur- und Landschaftsführer, Regionalvermarkterbroschüre, Jakobusweg, Forschungszelle Herzogskasten, Abensberg, Kunstweg Essing, B-Zentrum Kelheim, Theater am Bahnhof Abensberg, Integrationszentrum Offenstetten, Archäologiepark Altmühltal - dies sind nur einige der durch LEADER+ oder durch Leader/ELER im Landkreis geförderten Projekte.

 

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