Sozialer Wohnungsbau und eine neue Kinderkrippe

In der Marktgemeinderatssitzung vom 8. März 2016 standen einige brennende Themen auf der Tagesordnung, über die es zu beraten galt.
Nicht erst mit den Asylbewerbern hat sich die Wohnungssituation für einkommensschwache Bürger verschärft. Bedingt durch die Nähe zu Regensburg und dem dort herrschenden chronischen Wohnungsmangel sind die einkommensschwachen Bürger gezwungen, ins Umland zu ziehen, um überhaupt noch einen für sie erschwinglichen Wohnraum zu erhalten. Lösen lässt sich dieses Problem auf die Schnelle sowieso nicht, aber Handeln ist jetzt dringend notwendig geworden. Eine Verbesserung der Wohnungssituation kann hier durch den sogenannten sozialen Wohnungsbau erreicht werden. Von staatlicher Seite her werden daher nun auch Zuschüsse für den sozialen Wohnungsbau in Aussicht gestellt. Bürgermeister Ludwig Wachs berichtete dazu, dass der Bürgermeister von Abensberg, Dr. Uwe Brandl, angeregt hat, dass sich mehrere Gemeinden im Landkreis bezüglich des sozialen Wohnungsbaus zusammenschließen sollten. Ob dies in Form einer gemeinsamen GmbH oder in einem Zweckverband geschehen soll, ist aber noch zu besprechen.

Sozialwohnungen


Für Bad Abbach stellt sich aber auch die Frage, wie kann Bad Abbach sozialen Wohnungsbau betreiben und wo wäre dieser möglich. Bürgermeister Ludwig Wachs erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, dass zum einen noch bestehende Sozialwohnungen sanierungsbedürftig sind und andererseits auch, zum Beispiel im Bereich Gerhard-Hauptmann-Straße und Ziegelfeldstraße, gemeindeeigene Grundstücke für einen sozialen Wohnungsbau vorhanden wären. Zudem hat sich Ferdinand Hackelsperger (Zukunft) mit den kirchlichen Stellen in Verbindung gesetzt, da die Kirche ebenfalls in der Gemeinde noch über größere Grundstücksflächen verfügt. Wie Ferdinand Hackelsperger berichtete, wären die kirchlichen Stellen durchaus bereit, bei dem Thema sozialer Wohnungsbau mit der Gemeinde zusammenzuarbeiten. Josef Hofmeister (CSU) regte an, beim Bau von neuen Wohnungen die Möglichkeit der Ziegelfertigbauweise in Betracht zu ziehen, da dies schneller geht und auch eine Preissicherheit in die eventuellen Bauvorhaben bringt. Siegfried Schneider (iNBA/B90-Die Grünen) erinnerte an das alte Schulhaus in Dünzling, welches ebenso die Möglichkeit für sozialen Wohnungsbau böte. Der Marktrat beschloss daher einstimmig, die Möglichkeiten einer interkommunalen Zusammenarbeit grundsätzlich in Betracht zu ziehen, aber auch eigene Aktivitäten weiter zu verfolgen.

Bauareal

Zum Thema Kinderkrippe erläuterte Bürgermeister Wachs die derzeitige Situation und dass dringend der Bau einer weiteren Kinderkrippe mit drei Gruppen in Angriff genommen werden muss. Als möglicher Standort wird ein Grundstück zwischen Friedhof und Shoppingcenter vorgeschlagen und ein erster möglicher Bauentwurf wurde ebenfalls präsentiert. Da auf dem Entwurf das ebenfalls beabsichtigte neue Jugendzentrum nicht aufgeführt war, merkte Elfriede Bürckstümmer (SPD) an, dass man auf der Südseite des Grundstücks, zur Staatsstraße 2143 hin, auch noch das neu zu errichtende Jugendzentrum einplanen könnte.

Jugendzentrum

Bürgermeister Ludwig Wachs erwiderte darauf, dass das Grundstück hierfür zu klein ist und andererseits eine Ausdehnung Richtung Friedhof nicht möglich sei, da für den Friedhof noch Erweiterungsflächen vorgehalten werden müssten. Anika Baumeister (iNBA/B90-Die Grünen) bemerkte dazu, dass es doch möglich sein müsse, dass das Jugendzentrum integriert wird und man damit auch die Baukosten insgesamt reduzieren könne. Reinhold Meny (CSU) stimmte dem zu und merkte an, dass angesichts des Entwurfs mit zwei Vollgeschossen das Jugendzentrum im Obergeschoss untergebracht werden könne. Dies hätte den Vorteil, dass zum Beispiel nur eine Heizungsanlage nötig sei. Bürgermeister Ludwig Wachs schlug daraufhin als Formulierung für den Marktratsbeschluss vor, die Planung einer dreigruppigen Kinderkrippe in Auftrag zu geben und die Möglichkeiten für ein Jugendzentrum in Erwägung zu ziehen. Elfriede Bürckstümmer bestand daraufhin auf Planung einer dreigruppigen Kinderkrippe und eines Jugendzentrums auf dem Gelände. Ferdinand Hackelsperger schlug dagegen vor, über Kinderkrippe und Jugendzentrum getrennt zu beschließen. Bürgermeister Ludwig Wachs stellte dann als Beschlussformulierung die Planung einer dreigruppigen Kinderkrippe und eines Jugendzentrums zur Entscheidung, die dann auch mit 14:11 Stimmen vom Marktgemeinderat beschlossen wurde.