Ausschuss diskutierte mögliches Konzept

Bei der Sitzung des Ausschusses für Kultur-, Kur- und Tourismusangelegenheiten wurde als Haupttagesordnungspunkt ein mögliches Nutzungskonzept für die Felsenkeller im Burgberg diskutiert. Bereits im Januar haben die Mitglieder des Ausschusses im Rahmen einer Informationstour in etwa vergleichbare Keller in Regen, Furth i. Wald und Burglengenfeld besichtigt, um sich ein Bild darüber zu machen, wie diese Thematik in anderen Gemeinden gehandhabt wird. Ausschussmitglied Christian Hanika (FW) und Kurdirektor Tilman Kaiser stellten das Ergebnis der Besichtigungsfahrt in der Sitzung kurz vor.
So werden in Regen über einen eigens hierfür gegründeten Verein, der für die Keller einen Pachtvertrag mit der Gemeinde abgeschlossen hat, die verschiedenen Keller nach Bedarf für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt.

Gewölbe4
In Furth i. Wald wurden kleinere Hauskeller, die jedoch untereinander verbunden sind, besichtigt. Die Keller befinden sich in Privatbesitz und die Eigentümer betreiben eine gemeinschaftliche, gewerbliche Nutzung für die Keller. Die Gemeinde ist mit den Kellern nicht befasst. Anders wiederum in Burglengenfeld. Hier handelt es sich zwar ebenso um zwei private Kellergewölbe, doch die Nutzung erfolgt hier mit den Besitzern und einem Verein, der mittels Spenden, Vereinsbeiträgen und Veranstaltungserlösen und der Unterstützung durch die Gemeinde für den Betrieb und den Erhalt der Keller sorgt.
Der Ausschussvorsitzende, Bürgermeister Ludwig Wachs, sprach sich dafür aus, dass die Keller im Burgberg in Gemeindebesitz bleiben sollten und nach Beendigung der Sanierungsarbeiten der Stützmauer entlang des Burgbergs über eine weitere Nutzung der Keller nachgedacht werden soll. Sieglinde Wasöhrl (FW) fragte nach, ob überhaupt die bauliche Beschaffenheit, wie zum Beispiel die Statik, geklärt ist. Reinhold Meny (CSU) gab zu bedenken, dass auf dem Areal direkt vor den Kellern eine Wohnbebauung geplant ist. Ernst Gassner (CSU) sprach sich angesichts der finanziellen Lage der Gemeinde für eine ähnliche Nutzungsform wie in Regen oder Burglengenfeld aus. Elfriede Bürckstümmer (SPD) regte ebenfalls an, zuerst die bauliche Situation und eventuelle behördliche Auflagen zu klären. So wurde abschließend von den Ausschussmitgliedern einstimmig beschlossen, die Gemeinde soll nun klären, wie der bauliche Zustand der Keller ist, welche möglichen behördlichen Auflagen für eine öffentliche Nutzung, wie etwa Veranstaltungen, zu erfüllen sind und ob dies mit den Kellern überhaupt durchführbar ist.