Asklepios Klinikum Bad Abbach als EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung bestätigt
Bad Abbach, 25.02.2016. Hervorragende Arbeit beim Gelenkersatz: das wurde der orthopädischen Klinik für die Universität Regensburg am Asklepios Klinikum Bad Abbach mit der Rezertifizierung zum EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung bestätigt. Damit gilt sie als eine ausgewiesene Spezialklinik mit höchstem Niveau bei Gelenkimplantationen. Vor drei Jahren verdiente sich die orthopädische Klinik als eine der ersten Einrichtungen in Bayern die Auszeichnung als EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung, die von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, der DGOOC, ins Leben gerufen wurde.

16 02 EndoCert„Das Gütesiegel ist eine wertvolle Auszeichnung“, sagt der Direktor der orthopädischen Klinik, Prof. Dr. Dr. Joachim Grifka. „Sie stellt die Operationsqualität und damit die Sicherheit der Patienten in den Mittelpunkt.“ Denn tragen darf das Zertifikat nur, wer sich regelmäßigen Überwachungen stellt und strenge Standards erfüllt. Zwei Tage lang prüften deshalb unabhängige Fachexperten vor Ort die Abteilung auf Herz und Nieren. Begutachtet wurde unter anderem wie hoch der Standard bei der Weiterbildung ist, wie gut der Austausch zwischen den einzelnen Abteilungen funktioniert und wie die Behandlungsphasen ablaufen. „Unsere Nachbehandlung ist zum Beispiel auf großes Lob gestoßen“, weiß Oberarzt Dr. Jens Schaumburger, der für den Zertifizierungsprogress mitverantwortlich war. „Mit speziell ausgebildeten Schmerzteams, der Physiotherapie und vielen weiteren Bereichen im Haus sowie mit den universitären Kooperationen als Lehrstuhl der Universität, ist bei uns alles aus einem Guss.“ Größten Wert legt die Prüfungskommission zudem auf die Routine der Ärzte und des OPPersonals: ein EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung muss jährlich über hundert Operationen in diesem Bereich vorweisen. „Mit circa 1.200 endoprothetischen Versorgungen im Jahr haben wir diesen Part mehr als erfüllt“, so Dr. Schaumburger. Außerdem nimmt die Klinik eine Vorreiterrolle beim Gelenkersatz ein. So war das Team um Prof. Dr. Dr. Joachim Grifka federführend in der computergesteuerten Navigationstechnik, einer Methode die den präzisen Einsatz eines Kunstgelenks millimetergenau ermöglicht. Mit der in Bad Abbach entwickelten Micro-Hip-Technik hat die Klinik einen weiteren Meilenstein gesetzt. Die Operationsmethode für künstliche Hüftgelenke, die mit kleinsten Schnitten auskommt, hat für die Patienten viele Vorteile. „Die meisten Patienten sind bereits direkt nach der Operation schmerzfrei. Sie können schon am ersten Tag nach dem Eingriff aufstehen und sind dann mit Gelenkstützen mobil", so Prof. Dr. Dr. Joachim Grifka.
Mit diesen Erfahrungswerten konnte die Klinik eigentlich gelassen in die Prüfung gehen – dennoch ist die Rezertifizierung für Prof. Dr. Dr. Joachim Grifka kein Selbstläufer: „Wir haben den Anspruch, unsere Patienten auf höchstem Qualitätsniveau zu versorgen. Schließlich möchten wir ihnen immer die optimale Behandlung bieten.“