31. Bad Abbacher Wintersymposium mit 120 Medizinern und Top-Referenten
Bad Abbach, 12. Februar 2016. Interessante Fälle, hochkarätige Referenten, begeisterte Teilneh-mer, zufriedene Organisatoren. Ende Januar fand das 31. Bad Abbacher Wintersymposium statt. Das diesjährige Thema „Kontroversen in der Rheumatologie“ versprach einen lebhaften Erfah-rungs- und Meinungsaustausch unter den rund 120 Medizinern. „Es war wieder eine sehr gelun-gene Veranstaltung“, freut sich Professor Dr. Martin Fleck, Chefarzt für Rheumatologie und Im-munologie am Asklepios Klinikum Bad Abbach, der die wissenschaftliche Tagung leitete.

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Rheumatische Erkrankungen haben vielfältige Symptome und häufig einen heimtückischen Verlauf. Sie betreffen alle Altersklassen, sind äußerst komplex und meistens quälend schmerzhaft. „Es gibt die verschiedensten Formen von rheumatischen Erkrankungen “, erklärt Professor Fleck. Nicht nur Gelenke und Bewegungsapparat können von Entzündungen betroffen sein, oft sind auch die inne-ren Organe beteiligt. Dementsprechend schwierig ist es, die richtige Behandlung zu finden. „Wir haben natürlich Leitlinien, wie Patienten zu behandeln sind“, erklärt Prof. Fleck. Dennoch gebe es bei jedem einzelnen Patienten viele Aspekte zu beachten, weshalb die Therapie immer individuell angepasst werden muss. „Problematisch sind auch die häufigen Begleiterkrankungen wie zum Bei-spiel chronische Entzündungen von Darm und Schilddrüse.“ Auch die Behandlung von Rheuma-Patienten mit Impfstoffen sei eine Herausforderung. „Mit einem angegriffenen Immunsystem ge-staltet sich eine medikamentöse Therapie immer schwierig.“
Wie sich Patienten dennoch erfolgreich behandeln lassen, genau darum ging es beim 31. Winter-symposium. Zu aktuellen Themen aus der Rheumatologie wurden in interaktiven Kurzpräsentatio-nen die wichtigsten Argumente und Studiendaten aus Pro- und Contra-Sicht von internationalen Referenten dargestellt. Dank der Einbindung eines TED-Systems konnte sich jeder Teilnehmer mit seiner persönlichen Erfahrung und Meinung einbringen. Ergänzend dazu boten Assistentinnen und Assistenten des Asklepios Klinikums Fallpräsentationen, die von den Teilnehmern kontrovers und eifrig diskutiert wurden. „Die Bewertung der Veranstaltung war auch heuer hervorragend“, so Prof. Fleck. „Die Planungen für das nächste Jahr laufen bereits“, betont Prof. Fleck, denn „nach dem Symposium ist vor dem Symposium“.