Landratsamt korrigiert Gesprächsergebnis mit der Enkelin der Getöteten

Der Kurier veröffentlichte bezüglich eines Gesprächs zwischen Landrat Dr. Hubert Faltermeier und der Enkelin Katya Stahl der tödlich verunglückten Maya Spasskaya ein Gesprächsergebnis, so wie es die Enkelin zusammengefasst hat. Nun korrigiert der Pressesprecher des Landratsamtes Kelheim, Heinz Müller, die veröffentlichte Gesprächszusammenfassung mit dem Hinweis, dass in einigen Punkten unvollständig und unrichtig die Fakten dargestellt wurden.
Aus der Sicht des Landratsamtes wird dieses Gespräch vom 19.1.2016 wie folgt zusammengefasst:

Haltestelle3

"Am 19.1.2016 fand mit der Enkeltochter und deren Mann bei Herrn Landrat Dr. Faltermeier ein Gespräch statt. Dem Ehepaar wurden dabei verschiedene Aspekte näher erläutert. Die wichtigsten Punkte werden kurz skizziert:

1. Voraussetzungen für die Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen

2. Versetzung der Ortstafel

3. Einrichtung von Haltestellen

4. Einrichtung von Querungsstellen

5. Bau von Bushäuschen an Haltestellen

6. Verhalten von Fußgängern und Autofahrern.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass erst nach Vorlage des Unfallgutachtens und dessen Auswertung durch die Unfallkommission (Teilnehmer: Vertreter des Staatlichen Bauamtes Landshut, der Polizeiinspektion Kelheim sowie des Landratsamtes) weitere Schritte daraus abgeleitet werden können. Zur Bewertung von Unfällen wurde durch das Bayer. Innenministerium vor Jahren die Unfallkommission eingesetzt, die nach vorgegebenen Maßstäben die Unfälle zu untersuchen hat und ggfs. Schritte zur Verbesserung der jeweiligen Situation unternimmt. Anregungen aus der Bevölkerung werden sehr wohl in die Prüfung mit einbezogen.
Zu erwähnen ist noch das vom Bayer. Innenministerium aufgelegte Verkehrssicherheitsprogramm (VSP) 2020, das verschiedene Arbeitsbereiche für Straßenbaulastträger, Polizei und Landratsämter enthält. Unter anderem ist ein Bestandteil die Überprüfung von Querungsstellen. Der Enkeltochter wurde dabei in Aussicht gestellt, dass nach Prüfung des Unfallgutachtens der Arbeitsbereich "Querungshilfen", der für das Jahr 2018 vorgesehen ist, auf das Jahr 2016 vorgezogen wird und dabei mit der Querungsstelle in Bad Abbach begonnen wird.

Dem Ehepaar wurde mitgeteilt, dass nach Vorlage des Unfallgutachtens unverzüglich weitere Schritte eingeleitet werden."