Stellungnahmen der Behörden bleiben aus

Offener Brief der Enkelin Katya Stahl an Landrat Dr. Hubert Faltermeier und die Marktgemeinderäte von Bad Abbach

Nach dem tödlichen Unfall von Maya Spasskaya am 2. Januar 2016 an der Bushaltestelle respektive an der Fußgängerfurt über die Staatsstraße 2143 zum gegenüberliegenden Shopping Center melden sich immer Bürgerinnen und Bürger von Bad Abbach zu Wort, die den provisorischen Zustand und die dortige Verkehrssituation kritisieren.
Der Kurier hat um Stellungnahmen bei den involvierten Behörden nachgefragt.

Haltestelle5
Der Geschäftsführende Beamte der Marktgemeinde, Georg Brunner, erklärte auf Anfrage schriftlich (Zitat):
„..., bitte haben Sie Verständnis, dass wir zu diesem Sachverhalt derzeit keine Auskünfte und Stellungnahmen abgeben.“
Der Mitarbeiter Schwarz des Staatlichen Bauamts Landshut, Abteilung Straßenbau, erklärte in Vertretung des für diesen Straßenabschnittes zuständigen Mitarbeiters, Tobias Lindner, dass eine Bushaltestelle und deren Standort auf einer Staatsstraße von der zuständigen Gemeinde beantragt werden muss und dies dann in Abstimmung mit der Kreisverkehrsbehörde – in diesem Fall das Landratsamt Kelheim, Abteilung Tiefbauamt – , der Polizei – hier die Polizeiinspektion Kelheim – und dem Straßenbauamt, also dem staatlichen Bauamt, genehmigt oder abgelehnt wird. Der Standort der Bushaltestelle wurde also in Zusammenarbeit dieser drei behördlichen Instanzen genehmigt.
Von der Polizei und dem Landratsamt liegen noch keine Stellungnahmen vor.


Offener Brief an Landrat Dr. Hubert Faltermeier

 

Sehr geehrte Herr Landrat Dr. Faltermeier,

danke für den Termin mit Ihnen am 19.01.16. Ich wende mich an Sie aus einem traurigen Anlass. Wie Sie sicherlich wissen, ist am 02.01.16 auf der Höhe des Shoppingcenters eine Frau von einem Auto überfahren und getötet worden. Es war meine Oma Maya Spasskaya. Der Verlust ist sehr schwer zu verkraften, weil meine Oma der vernünftigste und aufrichtigste Mensch war, den ich je gekannt habe. Sie war für ihr Alter sehr fit, im ganz Bad Abbach bekannt und beliebt, weil sie oft und viel unterwegs war.
Ich wende mich an Sie, weil sich die lokalen Behörden in dieser Situation auf ihre Nichtzuständigkeit berufen. Ich bitte Sie um Unterstützung und Hilfe. Bitte reagieren Sie mit Ihrer Behörde schnell und veranlassen Sie geeignete Maßnahmen zur Absicherung der Bushaltestelle bevor noch jemand zu Schaden kommt. Herr Studenik vom Straßenbauamt hat auf die Anregung eines Bürgers reagiert und eine Verkehrsschau im Juli 2015 veranlasst. Besonders tragisch ist für uns, dass die vermutlich angedachten Verbesserungen unserer Oma nicht mehr helfen konnten. Umso wichtiger ist in der jetzigen Situation eine schnelle Reaktion und anschließend eine Lösung zur Entschärfung der Gefahrenstelle. Eine sofortige Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 oder 60 km/h könnte eine gute Lösung sein und vielleicht auch Leben retten. Man kann das Schild später auch wieder entfernen wenn andere Maßnahmen im Bereich der Haltestelle besser sind. Es geht zum einen um eine sofortige Lösung und zum anderen um einer nachhaltigen Verbesserung der Verkehrssituation, was sicherlich gut überlegt werden muss.


Mit großer Hoffnung auf Ihr Verständnis und der Bitte um Unterstützung.


Katya Stahl


Offener Brief an den Marktgemeinderat von Bad Abbach

 

Sehr geehrte Marktgemeinderäte,
ich wende mich an Sie aus einem traurigen Anlass. Wie Sie sicherlich wissen, ist am 02.01.16 auf der Höhe des Shoppingcenters eine Frau von einem Auto überfahren und getötet worden. Es war meine Oma Maya Spasskaya. Der Verlust ist sehr schwer zu verkraften, weil meine Oma der vernünftigste und aufrichtigste Mensch war, den ich je gekannt habe. Sie war für ihr Alter sehr fit, im ganz Bad Abbach bekannt und beliebt, weil sie oft und viel unterwegs war. Als gewählte Vertreter der Bürger des Markt Bad Abbach, bitte ich Sie, sich für unsere Sicherheit einzusetzen und bei der Erarbeitung einer schnellen Lösung im Bereich der Haltestelle "Shoppingcenter" mitzuwirken. Bei der Bushaltestelle B16 Allkofen sind Sie öffentlich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingetreten, die dort jetzt gültig ist. In unserem Fall sollten Sie dies bitte auch tun. So geben Sie uns als Bürger in solch einer tragischen Situation die Hoffnung wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen


Katya Stahl