Neuer Chef im Seniorenwohnen Lugerweg: Sebastian Halser (rechts) mit der Vorsitzenden des Bewohnerbeirats Anna Cerchione. (FOTO: SSG)Neuer Chef im Seniorenwohnen Lugerweg: Sebastian Halser (rechts) mit der Vorsitzenden des Bewohnerbeirats Anna Cerchione. (FOTO: SSG)
Sebastian Halser leitet seit Dezember das BRK Seniorenwohnen Lugerweg in Bad Abbach. Der neue Chef ist ein alter Bekannter. Zumindest innerhalb des Trägers, der Sozialservice-Gesellschaft des Bayerischen Roten Kreuz. Der 38-Jährige leitete bereits sechs Jahre lang ein Seniorenwohnen – und zwar in Hemau. Nun ist der Gesundheitsmanager und gelernte Altenpfleger zum alten Arbeitgeber zurückgekehrt. Zwischendurch war Halser zwei Jahre bei einem privaten Träger in Rohr beschäftigt.
„Für mich bedeutet der Wechsel eine Heimkehr zur Berufsfamilie“, so der verheiratete Vater zweier Kinder, der Kollegen und Organisation des BRK sehr schätzt. Auch könne er sich absolut mit den Werten des Roten Kreuz, wie Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität, identifizieren. Als ausgebildete Gerontologie-Fachkraft und systemischer Berater legt Halser großen Wert auf ein wertschätzendes Miteinander und eine offene Kommunikation. „Unsere 83 Mitarbeiter sollen das Gefühl haben, dass sie eine ehrenwerte Arbeit leisten auf die sie stolz sein können!“, so der neue Einrichtungsleiter. Durch ganzheitliches Denken und der Fähigkeit, Emotionalem Raum zu gebe, sieht sich Halser als „den etwas anderen Chef“, der eine enge Verbindung zum systemischen Fort- und Weiterinstitut in Regensburg pflegt.
Seiner Meinung nach könne systemisches Denken in Pflege- und Betreuung Angehörige besser in den Heimalltag integrieren und es könne den Zugang zu den 125 Bewohnern erleichtern. Stichworte seien: Biografie und Lebensleistung. Um eine hohe Lebensqualität zu erreichen, versucht Halser fördernde Faktoren umzusetzen. Diese seien in vielen Studien ermittelt. Dazu gehört der Kontakt zum Umfeld, eine abwechslungsreiche Beschäftigung, Sicherheit und Schutz, Privatsphäre, Ruhe, Gesundheit sowie Autonomie und Mitbestimmung. „Wir wollen als gute Betreuungseinrichtung wahrgenommen werden“, so Halser, „in der hilfsbedürftige Menschen so unterstützt werden, wie sie es benötigen“.

Michael Sudahl
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