SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller (Foto: SPD-Niederbayern)Eine aktuelle Anfrage der SPD Landtagsfraktion zeigt, dass der ÖPNV in weiten Teilen Bayerns nur unzureichend durch Verkehrsverbünde erschlossen ist - SPD-Abgeordnete Müller fordert nachhaltige Mobilitätswende.

Nahezu 50 Jahre liegt die Gebietsreform im Landkreis Landshut zurück, doch was den Verkehr und die Erreichbarkeit von einer Landkreisgrenze zur anderen betrifft, ist die Situation wohl noch ähnlich wie im Jahr 1972. Ein flächendeckendes ÖPNV-Netz ist nicht vorhanden, immerhin gibt es seit Januar 2019 einen gemeinsamen Verkehrsverbund (LAVV) zwischen Stadt und Landkreis Landshut. Bayernweit sind von den 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten lediglich 50 komplett von Verkehrsverbünden mit einem gemeinsamen Tarif für den allgemeinen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erschlossen. Das hat eine Anfrage der BayernSPD-Landtagsfraktion ergeben.
„Ein erster Schritt ist mit dem LAVV getan“, so Müller. Mit der Einführung des neuen Gemeinschaftstarifs und eines neuen Tarifsystems wurden die Fahrpläne aufeinander abgestimmt. Ziel muss es aber sein, den Verbund zu erweitern und attraktiver zu machen, wenn man möchte, dass die Bürger auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Die Taktung für die Anbindung vom Landkreis in die Stadt Landshut müsste mit einer besseren Abstimmung der Fahrpläne dringend enger gestaltet werden.
Die SPD-Abgeordnete Ruth Müller erklärt dazu: „Es kann nicht sein, dass weite Teile noch immer nur eingeschränkt vom neuen Verkehrsverbund profitieren können. Gerade die Menschen im ländlichen Raum trifft dies massiv. Um aber einen wirksamen Beitrag für einen sozialen Klimaschutz zu leisten und gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern herzustellen, ist eine radikale und nachhaltige Mobilitätswende notwendig."
Müller hat vor zwei Jahren zusammen mit der SPD-Kreistagsfraktion und dem Bürgermeister der Gemeinde Neufahrn eine Initiative gestartet, um eine Anbindung an den Regensburger Verkehrsverbund zu erreichen. Neufahrn ist Umsteigebahnhof zwischen drei Landkreisen: „Eine preisgünstige und direkte Verbindung nach Regensburg wäre ein wichtiger Beitrag, um die Regionen zu verbinden und den ÖPNV im ländlichen Raum attraktiver zu machen“, so Müller über ihre Bemühungen den Aufbau einer ansprechende ÖPNV Struktur von politischer Seite zu beschleunigen.
Und natürlich wäre vor allem der angestrebte Anschluss Landshuts an den MVV, über den nach aktuellem Stand nach dem Abschluss einer sogenannten Verkehrs-verbunderweiterungsstudie frühestens im November 2021 entschieden werden soll, durch eine tariftechnische Anbindung an den Münchner Verkehrsraum eine bahnbrechende Verbesserung für alle Nutzer des ÖPNV im Verbundraum Landshut. „Oberstes Ziel muss es sein, dass der Landshuter Verkehrsverbund mit dem Regensburger und dem Münchner Verkehrsverbund zusammenwächst“, so Müller. „Denn eine maximale Vereinheitlichung und Transparenz ist das große verkehrstechnische Ziel, damit der Nahverkehr auch bei uns in der Region eine wirkliche Alternative zum Auto werden kann.“
Bereits im Juni hat die SPD-Kreistagsfraktion den Antrag gestellt, sich auch um Fördermittel für ein 365-Euro-Ticket für den Landkreis Landshut zu bewerben. „Es kann nicht sein, dass diese nur Schüler und Auszubildende in den großen Städten erhalten sollen“, so Müller. Ein leistungsfähiges und günstiges ÖPNV-Netz trägt auch dazu bei, schädliche CO²-Emmissionen zu vermindern und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Sigrid Altweck
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Bürgerbüro Ruth Müller, MdL
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