Bezirksausschuss beschließt Aufwertung des Sozialverwaltungsneubaus durch ‚Kunst am Bau‘
Der Neubau der Sozialverwaltung des Regierungsbezirkes Niederbayern soll durch Der Neubau der Sozialverwaltung des Regierungsbezirkes Niederbayern soll durch "Kunst am Bau" noch zusätzlich aufgewertet werden (Foto: Bezirk Niederbayern/Bäter)
Der Bezirksausschuss genehmigte heute unter dem Vorsitz von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich einstimmig die Ausschreibung eines Kunstwettbewerbs mit dem Ziel, das neue Gebäude der Sozialverwaltung in Landshut-Schönbrunn mit einem eigens geschaffenen Kunstwerk auszustatten.
Obwohl derzeit noch abschließende Bauarbeiten auf dem Gelände stattfinden, lässt sich absehen, dass der genehmigte Kostenrahmen für den Neubau von 19,14 Millionen Euro deutlich unterschritten wird. Dies schaffe einen gewissen finanziellen Freiraum, um das neue Sozialverwaltungsgebäude durch ‚Kunst am Bau‘ aufzuwerten und die bildende Kunst in der Region zu fördern, so der Bezirkstagspräsident.
Das Bundesinnenministerium (BMI) definiert ‚Kunst am Bau‘ als wichtigen Bestandteil der öffentlichen Bauherrenaufgabe – unter anderem weil Kunst die Bedeutung eines öffentlichen Gebäudes unterstreicht, dem Standort zusätzliches Profil verleiht und seine Akzeptanz und Identifikation in der Öffentlichkeit fördert. Für ‚Kunst am Bau‘ setzen sich Künstler mit Ort und Raum, Inhalt und Funktion eines Gebäudes auseinandersetzen und bringen dies in ihrem Werk zum Ausdruck. Eine solche Maßnahme stelle einen Beitrag zur Förderung des zeitgenössischen Kunstschaffens in der Region dar. Ein entsprechendes Ergebnis soll durch einen öffentlich ausgeschriebenen Kunst-Wettbewerb erreicht werden. Grundlage hierfür seien die Leitsätze für ‚Kunst am Bau‘ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).
Die Leitsätze des Bundes begrüßt der Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern. Sein Vorsitzender Hubert Huber stellte bereits im September im Rahmen eines Fachgesprächs mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich fest, dass ‚Kunst am Bau‘ gerade in Niederbayern nur noch selten zum Tragen komme und dass sich dies negativ auf die wirtschaftliche Situation von Künstlern auswirke.
Die Mitglieder des Bezirksausschusses stimmten nun einstimmig für die Durchführung eines Wettbewerbs und für die Erstellung und Installation eines Kunstwerks vor dem neuen Sozialverwaltungsgebäude mit Gesamtkosten von 50.000 Euro. Dazu Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich: „Ich freue mich, dass der Bezirk Niederbayern in der glücklichen Lage ist, kulturellen Mehrwert in Landshut zu schaffen. Wir werden sicher sehr spannende Wettbewerbsbeiträge von niederbayerischen Künstlerinnen und Künstlern erhalten.“

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