Drucken
Internationale Jugendbegegnung des Bezirks Niederbayern geht mit buntem Abschlussabend zu Ende
v.l.: Die Teilnehmer der SommerAKTIVersität 2019 mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (ganz rechts), der Leiterin der Volksmusikakademie in Bayern, Monika Seibold, der Partnerschaftsbeauftragten Petra Zierer vom Bezirk Niederbayern und Betreuer Dietmar Schmidt vom Partnerschaftsverein Lalling/Rémy (Bezirk Niederbayern, Josef Obermaier)v.l.: Die Teilnehmer der SommerAKTIVersität 2019 mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (ganz rechts), der Leiterin der Volksmusikakademie in Bayern, Monika Seibold, der Partnerschaftsbeauftragten Petra Zierer vom Bezirk Niederbayern und Betreuer Dietmar Schmidt vom Partnerschaftsverein Lalling/Rémy (Bezirk Niederbayern, Josef Obermaier)
Elf gemeinsame Tage verbinden. Das konnte man den 25 Jugendlichen aus Frankreich, Italien, Rumänien und Deutschland beim Abschiednehmen am vergangenen Freitag anmerken. Auch wenn so manche Krise und anfängliche Annäherungsschwierig¬keiten zu überwinden waren – am Ende fiel der Abschied schwer und es flossen Tränen.
Anna Saccardo aus Schio in Norditalien und ihre Truppe wusste anfangs nicht so recht, was sie erwartet. Das umfangreiche Programm der SommerAKTIVersität 2019 unter dem Motto „Wurzeln und Wege kultureller Vielfalt“ sah unter anderem viele Diskussionen vor, Medien-, Tanz- und Musikworkshops. Ziel war es, kulturelle Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten zu entdecken. Untergebracht waren die Jugendlichen in der neu eröffneten Volksmusikakademie in Bayern in Freyung.
Alle Besucher wurden im Anschluss an die Performance zum gemeinsamen Tanzen aufgefordert (Foto: Bezirk Niederbayern, Bernd Reichl)Alle Besucher wurden im Anschluss an die Performance zum gemeinsamen Tanzen aufgefordert (Foto: Bezirk Niederbayern, Bernd Reichl)
Beim Abschlussabend präsentierten die Teilnehmer ihre Ergebnisse aus den Workshops. Im Mittelpunkt standen ein Video, das die Aktivitäten zusammenfasste, und die Performance „Unsa oide Kath goes Europe“ unter der Anleitung von Choreograph Josef Eder.
Außerdem schilderten die jungen Erwachsenen ihre Eindrücke von der SommerAKTIVersität. Für Björn aus Deutschland war es wichtig, sich selbst ein Bild von anderen Kulturen zu machen – bestenfalls im persönlichen Gespräch. Die Fluchterlebnisse von Barin und Bshr aus Syrien sowie Zia aus Afghanistan stimmten ihn sehr nachdenklich - wie alle anderen Teilnehmer auch. Die drei jungen Geflüchteten leben in Deutschland und nahmen im Rahmen der deutschen Gruppe an der SommerAKTIVersität teil.
Alexandra sprach für ihre rumänische Gruppe. Sie freute sich, ihre Heimatstadt Sibiu mit einem eigenen traditionellen Tanz präsentieren zu dürfen und gleichzeitig Lebensgewohnheiten aus Italien, Frankreich und Deutschland kennenzulernen. Anna fand es unbeschreiblich, welche Gruppendynamik in knapp zwei Wochen entstehen kann. Die französischen Jugendlichen kamen aus dem Cité Technique Mireille Grenet aus der Landshuter Partnerstadt Compiègne. Auch sie bringen viele Erlebnisse und neue Erkenntnisse aus der internationalen Jugendbegegnung mit nach Hause.
In seiner Begrüßungsrede informierte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich die Gäste, dass die SommerAKTIVersität bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde. Das Programm hatte der Arbeitskreis der Schul- und Kommunalpartnerschaften Niederbayern erarbeitet. Unterstützt wird die Begegnung von der Deutschen Agentur „JUGEND für Europa“ aus dem Etat des EU-Programms Erasmus+ JUGEND IN AKTION.
Am Ende hielten die Jugendlichen nicht nur ihren „Youthpass“, ein europaweit anerkanntes Zertifikat, in der Hand, sondern hatten auch viele neue Freundschaften geknüpft.


- pz –