Rund 300 Teilnehmer kamen zum 3. Bayerisch-Tschechischen Unternehmertag ins AMF Forum
Regierungspräsident Rainer Haselbeck (v.l.), Bezirkstagspräsident und Schirmherr Dr. Olaf Heinrich, stellvertretende Landrätin Helga Weinberger, Dr. Stefan Mang  (CenTouris-Geschäftsführer, Uni Passau), Netzwerkmanagerin Jaroslava Pongratz, Dr.-Ing. Christian Reischl (ZF), Peter Schmid (Regierung von Niederbayern), Bertram Vogel (Niederbayern-Forum), Katharina Wierer (HWK), Alice Prokeš Gregová (südböhmische Wirtschaftskammer), Karl Wenig (AMF-Geschäftsführer) und Peter Sonnleitner (IHK). (Foto: Lang/Bezirk Niederbayern)Regierungspräsident Rainer Haselbeck (v.l.), Bezirkstagspräsident und Schirmherr Dr. Olaf Heinrich, stellvertretende Landrätin Helga Weinberger, Dr. Stefan Mang (CenTouris-Geschäftsführer, Uni Passau), Netzwerkmanagerin Jaroslava Pongratz, Dr.-Ing. Christian Reischl (ZF), Peter Schmid (Regierung von Niederbayern), Bertram Vogel (Niederbayern-Forum), Katharina Wierer (HWK), Alice Prokeš Gregová (südböhmische Wirtschaftskammer), Karl Wenig (AMF-Geschäftsführer) und Peter Sonnleitner (IHK). (Foto: Lang/Bezirk Niederbayern)
Wie erfolgreich der Bayerisch-Tschechische Unternehmertag geworden ist, sieht man alleine schon daran, dass der Platzbedarf jährlich steigt. Zum Glück hatten die Initiatoren – der Trägerverein Europaregion Donau-Moldau und das Niederbayern-Forum – für die dritte Veranstaltung dieses Formats das AMF Forum in Grafenau gewählt, so dass die gut 300 Teilnehmer am Montag bequem den Vorträgen folgen konnten.
Das Thema diesmal lautete „Industrial Services Excellence“, womit gemeint ist, dass sich Firmen durch innovative Dienstleistungen neue Kunden und Märkte erschließen und sich damit auch neu für die Zukunft aufstellen können. Dr. Stefan Mang, Geschäftsführer von CenTouris, erklärte dies am Beispiel der Firma Hilti, die festgestellt hatte: „Niemand braucht einen Bohrer, sondern ein Loch in der Wand.“ Daraufhin entwickelte man neue Dienstleistungsangebote, die wiederum einen Wettbewerbsvorteil darstellten. Wie es den Firmen Knauf AMF und ZF gelungen ist, mehr Servicedienstleistungen in ihre Betriebe zu integrieren, zeigten Karl Wenig, Geschäftsführer der Knauf AMF GmbH & Co. KG, sowie Dr.-Ing. Christian Reischl, Abteilungsleiter Data Analytics bei der ZF Friedrichshafen AG, auf.
Höhepunkt der Veranstaltung aber war wie schon in den Vorjahren nach dem offiziellen Teil, denn die meisten Teilnehmer profitieren vor allem von den persönlichen Gesprächen und den neuen Kontakten bei der anschließenden Brotzeit. An den Stehtischen, die nach Branchen eingeteilt waren, ging es dementsprechend lebhaft zu. Genauso wie bei der Pinnwand, an der sich Unternehmer mit ihren Gesuchen oder Angeboten vernetzen können. Netzwerkmanagerin Jaroslava Pongratz hatte diese bereits zweisprachig vorbereitet und wird sie zusammen mit den ausgefüllten Fragebögen auch hinterher auswerten.
Es ist dieser praktische Ansatz, bei dem vor allem die Begegnungen von Menschen im Mittelpunkt stehen, der diesen Bayerisch-Tschechischen Unternehmertag zu einem Erfolg macht. Von „Signalcharakter“ sprach Schirmherr und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, da man sich abseits der Ballungsräume treffe, um sich über Landesgrenzen hinweg zu vernetzen. „Wir wollen damit deutlich machen, dass unser Bayerisch-Tschechischer Wirtschaftsraum eine zukunftsfähige Gewinner-Region ist.“ Auch die stellvertretende Landrätin Helga Weinberger hob hervor, wie viel Potential darin stecke.
Bei den Teilnehmern kam diese Botschaft an, wie die Reaktion von Andreas Spamer-Schmidt, einem Personalberater aus München zeigt. „Ich bin erst seit kurzem hier, das ist meine erste Veranstaltung in der Art, aber ich bin begeistert, wie hochkarätig alles abläuft. Man sieht, dass wirtschaftlich in dieser Region wirklich was geht.“
Netzwerkmanagerin Jaroslava Pongratz, die zusammen mit Bertram Vogel, dem Geschäftsführer des Niederbayern-Forums, die Hauptorganisationsarbeit geleistet hatte, hörte viele Rückmeldungen dieser Art. „Vorhin habe ich von zwei Firmenvertretern erfahren, dass sie ab sofort zusammenarbeiten. Sie kannten sich davor nicht, obwohl sie nur wenige Kilometer voneinander entfernt sind.“ Eine „Win-Win“-Situation für beide und ein neues Beispiel für eine Grenzregion, die gerade wegen ihrer Lage zur Gewinner-Region wird.

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