Landtagsabgeordnete Ruth Müller will Gefährdung ausschließen

SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller sorgt sich um die Handhabung des Atommülls in Niederaichbach (Foto: SPD-Niederbayern)Rund 15.000 Tonnen hochradioaktiver Atommüll lagert in Deutschland und soll in ein Endlager überführt werden. Derzeit befindet sich dieser zumeist in überirdischen Zwischenlagern, wie im „BELLA“ in Niederaichbach. Da zu befürchten ist, dass aus dem Zwischenlager ein Endlager wird, hat sich die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete mit einer parlamentarischen Anfrage an das von den Freien Wählern geführte Umweltministerium gewandt. Müller wollte wissen, was die Staatsregierung unternimmt, um eine Gefährdung der Bevölkerung zu vermeiden und wie die Sicherheit am Zwischenlager gewährleistet werden könne.
„Derzeit sei zu befürchten, dass wir im Landkreis Landshut auf dem strahlenden Abfall sitzen bleiben“, so Müller. Denn zusätzlich zu den bereits eingelagerten Castoren sollen noch bis zu sieben Castor-Behälter mit verglasten, radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufbereitungsanlage Sellafield (Großbritannien) nach Niederbayern kommen.
Das Umweltministerium gibt sich derzeit allerdings noch gelassen und antwortet der Abgeordneten, dass das Zwischenlager alle Anforderungen erfülle und es schließlich auch mit dem Freistaat Bayern im Jahr 2015 vereinbart worden sei, dass auch in Niederaichbach ein Teil der zurückzuführenden radioaktiven Abfälle zwischengelagert werden solle. Im Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) laufe derzeit das entsprechende Genehmigungsverfahren, bei dem alle sicherheitstechnischen und sicherungstechnischen Aspekte bewertet werden, teilt der Umweltminister Glauber (FW) der Abgeordneten mit. Immerhin sei für das erste Quartal 2019 am niederbayerischen Standort auch eine Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit geplant. „Wir werden nicht dabei zusehen, wie unsere Region den Gefahren einer Castoren-Endlagerung grundlos ausgesetzt wird“, kündigt Müller Widerstand an.