Workshop vermittelt Grundlagen des 3D-Drucks und 3D-Scans
Wie Handwerker 3D-Druck und 3D-Scan bei ihrer Arbeit einsetzen können, erklärten Aljoscha Diers von algona IC, die Handwerkskammer-Mitarbeiter Jasmin Kiefmann und Christian Zweck sowie algona IC-Mitarbeiter Ramon Spiller  (v. li. n. re.). (Foto: HWK)
Wenn Kleinteile kaputtgehen, stehen Handwerker oft vor folgendem Problem: das Ersatzteil ist nicht mehr oder nur sehr schwer zu bekommen. Im Workshop „Das Ersatzteil von Morgen – Kleinteile selbst herstellen“ im Bildungszentrum der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Regensburg haben sich 23 Teilnehmer darüber informiert, wie sie derartige Elemente mit 3D-Druck und 3D-Scan selbst produzieren können.
Als Einstieg erklärte Referent Aljoscha Diers, Sales Engineer bei Algona IC industry components, wie 3D-Scan funktioniert. Er führte an einem Bauteil vor, wie der Scanner dessen Struktur analysiert und ein entsprechendes Modell für den nächsten Bearbeitungsschritt erstellt. Dieses Modell wird für den anschließenden Druck benötigt.
Im zweiten Teil des Workshops befassten sich die Teilnehmer mit den unterschiedlichen 3D-Druckerarten und den Materialien, die zum Einsatz kommen können. Christian Zweck, BIT-Berater bei der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, beschrieb, wie ein 3D-Drucker im Detail funktioniert. Um die Theorie zu veranschaulichen, wurde währenddessen das Bauteil, das vorab gescannt wurde, gedruckt.
3D-Scan und Druck sind nur ein Aspekt neuer Arbeitsweisen im Handwerk, die sich durch die Digitalisierung ergeben. Gerade kleine und mittlere Unternehmen schrecken vor den Veränderungen und den damit verbundenen Kosten häufig zurück. Daher hat der Freistaat Bayern das Förderprogramm „Digitalbonus.Bayern“ beschlossen. Jasmin Kiefmann, Digitalisierungskoordinatorin bei der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, stellte den Workshopteilnehmern vor, welche Zuschüsse sie beantragen können, um sich für die digitale Welt zu rüsten. „Jetzt ist die richtige Zeit, um in die Digitalisierung zu investieren“, betonte sie.
Der kostenlose Workshop „Das Ersatzteil von Morgen – Kleinteile selbst herstellen“ fand an insgesamt vier verschiedenen Terminen statt und wurde von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk veranstaltet.

Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk:
Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in vier sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden.
Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de .