Bezirksklinikum Mainkofen auf der 10. Internationalen Job Days 2018 für Medizin und Gesundheit in Prag
Im Bild von rechts: Jiri Libra, Dr. med. Ivana Smajstrlova, Martina Lösl (Foto: Bezirksklinikum Mainkofen, Lösl)Im Bild von rechts: Jiri Libra, Dr. med. Ivana Smajstrlova, Martina Lösl (Foto: Bezirksklinikum Mainkofen, Lösl)
Den Kliniken in Deutschland fällt es immer schwerer Ärztenachwuchs zu finden. Deshalb hat sich das Bezirksklinikum Mainkofen entschlossen, wie so viele andere große und kleine Kliniken auch, in die Offensive zu gehen und aktiv auf einer Job-Messe erstmals auf „Mitarbeiter-Suche“ zu gehen.
Auf den 10. Internationalen Job Days 2018 für Medizin und Gesundheit in Prag stellte sich die größte Gesundheitseinrichtung des Bezirks Niederbayern an ihrem großen, eigens für die Messe entworfenen Stand vor.
Dr. med. Ivana Smajstrlova (Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie), Jiri Libra (Assistenzarzt in Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) und Martina Lösl (Assistentin der Geschäftsleitung und Klinik-Lotsin für ausländische Arztbewerber) informierten interessierte potentielle Bewerber über die vielfältigen Perspektiven im Bezirksklinikum Mainkofen. Insbesondere die räumliche Nähe zur tschechischen Heimat, die Möglichkeit zur Hospitation mit Unterkunft und Verpflegung sowie die zugesagte Unterstützung bei den Formalitäten zur deutschen Approbationserlangung sprachen die jungen Menschen an. Natürlich entlockte auch das bayerische Lebkuchenherz so manches Lächeln, das zusammen mit einem USB Stick, der alle wichtigen Informationen enthielt, angeboten wurde.
Aber nicht nur Studenten informierten sich über freie Stellen, auch bereits erfahrene Fachärzte loteten ihre Chancen in einer deutschen Klinik aus. Mit 485 registrierten Besuchern an insgesamt 35 Ständen kann diese Messe durchaus vielversprechende Bewerber anlocken.
Dem virulenten Ärztemangel entgegenzuwirken, ist auch Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich ein großes Anliegen. So initiierte er den Aufbau einer Kooperation mit der Karl Landsteiner (KL) Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften im niederösterreichischen Krems. „Bereits ab 2020 sollen bis zu 20 Studierende aus Niederbayern das Studium in Krems aufnehmen können – mit der Perspektive, bereits nach dem dritten Studienjahr nach Niederbayern zurückzukehren, und zwar in eine Außenstelle der KL, die in der Nähe des Klosters Metten, nahe dem Bezirksklinikum Mainkofen, entstehen wird. Dort wird dann in enger Kooperation u. a. mit Schwerpunktkrankenhäusern in Niederbayern ein weiterer Masterstudiengang stattfinden“, so Heinrich. Bereits seit 2017 unterstützt der Bezirk an der KL Studierende aus Niederbayern mit einem Medizinstipendium.
Dass es in den deutschen Kliniken an Ärzten mangelt, zeigte neben der hochklassigen Besetzung der Messestände auch der Zuwachs der Messebesucher um 35 % gegenüber dem Vorjahr.
Aufgrund der positiven Erfahrungen wurde bereits für 2019 neben Prag auch ein weiterer Messestand bei der Ärzte-Job-Messe in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei, gebucht.

- eb -