Verleihung am 10. September – Erstmals Denkmal im Landkreis Dingolfing-Landau ausgezeichnet

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Landshut / Großköllnbach. „Macht und Pracht“ lautet das Motto des diesjährigen deutschlandweiten Denkmaltags am 10. September 2017. An diesem Tag wird der Bezirk Niederbayern auch den Denkmalpreis verleihen. Für die vorbildliche Instandsetzung des ehemaligen Schlosses in Großköllnbach wird Marlene Lex mit dem Preis ausgezeichnet. Der Denkmalpreis des Bezirks Niederbayern geht damit erstmals in den Landkreis Dingolfing-Landau.

„Sie haben die wechselvolle Geschichte und die historische Bedeutung des imposanten Gebäudes zu schätzen gewusst und dem allen mit einer höchst gelungenen Instandsetzung Rechnung getragen. Durch Ihr vorbildliches Engagement erweisen Sie der Denkmalpflege als öffentliches Anliegen einen beachtenswerten Dienst“, betonte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, als er die Denkmalpreisträgerin über die bevorstehende Auszeichnung informierte. Der Ausschuss für Kultur-, Jugend- und Sportförderung des Bezirks Niederbayern hatte unter Vorsitz von Bezirkstagsvizepräsident Franz Schedlbauer Ende Juli in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, dass der Denkmalpreis 2017 an Marlene Lex verliehen wird. Vorgeschlagen hatte dies das Kulturreferat des Bezirkes Niederbayern unter Leitung von Bezirksheimatpfleger Dr. Maximilian Seefelder. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich wird die Auszeichnung am „Tag des offenen Denkmals“, am 10. September 2017 im Rahmen eines Festakts in Mainkofen überreichen.

Das ehemalige Schloss und Amtshaus in Großköllnbach stammt im Kern aus dem 16. und 17. Jahrhundert und hat eine wechselvolle Geschichte und vielfache Nutzung erfahren: Vom Amtshaus über eine Gast- und Landwirtschaft bis zu seiner heutigen Funktion als Wohnhaus der Eigentümerin. „Das ehemalige Schloss in Großköllnbach hat mit Frau Marlene Lex eine tatkräftige und verantwortungsbewusste Besitzerin, die nicht nur den historischen Wert des Gebäudes erkannt, sondern auch seinen Erhalt als familiäre Verpflichtung gesehen hat“, so Dr. Heinrich.

Mehr als 1300 Arbeitsstunden brachte die Eigentümerin in ihrer Freizeit an Eigenleistung mit ein; und stemmte einen großen finanziellen Aufwand für die denkmalpflegerischem Maßnahmen.
Am 10. September öffnen in ganz Deutschland rund 7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten ihre Türen. Das diesjährige Motto bezieht sich auf Denkmale, die weltliche und religiöse Machtverhältnisse abbilden: Schlösser, Kirchen, Patrizierhäuser mit aufwendigem Bauschmuck oder große historische Fabrikhallen.

Auch in Niederbayern werden zahlreiche Denkmäler zu besichtigen sein. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich wird zusammen mit Mitgliedern des Bezirkstags einige davon besuchen.

– ks –