csu bild 106 3484„Aydan Özoguz erweist der Integration in Deutschland einen Bärendienst, wenn sie die Existenz einer deutschen Kultur in Frage stellt“, so die Bayerische Integrationsbeauftragte, Kerstin Schreyer, MdL. Özoguz hatte sich im Berliner „Tagesspiegel“ gegen eine verordnete „Anpassung an eine vermeintlich tradierte Leitkultur“ gewandt und ganz grundsätzlich in Abrede gestellt, dass es nötig sein könnte, Einwanderern unser Wertesystem zu vermitteln. „Es zeugt von einem naiven Blick auf die Welt, wenn Özoguz meint, dass Zuwanderer aus außereuropäischen Kulturkreisen, die vielfach aus diktatorisch regierten, patriarchalisch und autoritär geprägten Ländern stammen, schon wüssten, wie unsere Gesellschaft und der Umgang in ihr funktioniere, und es – abgesehen vom Erlernen unserer Sprache – auch nichts gebe, was es wert sei, sich darin zu integrieren“.

Schreyer rät angesichts der Aussagen der Integrationsbeauftragten des Bundes, den Begriff „deutsche Kultur“ einfach einmal durch „türkische Kultur“ oder „russische Kultur“ zu ersetzen. „Dann wird klar, wie unsinnig die Aussagen der Berliner Kollegin zu unserer Kultur sind“. Die Verfassung – und sei sie auch so gut und ausgereift wie das Grundgesetz – gibt für die Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung alleine jedenfalls keine „politische Kultur“ vor. „Es gibt eine Verfassungswirklichkeit, und die wird in Deutschland, wie auch in anderen Ländern, ganz erheblich von der überkommenen Kultur, von Geschichte, Traditionen und Umgangsformen geprägt. Dazu gehören auch unser religiöses Leben und unser kulturelles Erbe in Musik, Kunst und Literatur. Das ist eine Tatsache, die man sich nicht einfach aus ideologischen Gründen wegwünschen kann“, so Schreyer.

Kerstin Schreyer, MdL
Integrationsbeauftragte
der Bayerischen Staatsregierung