csu bild 106 3484Nicht alle Asylbewerber haben einen Fluchtgrund. Viele Menschen werden hingegen von skrupellosen Menschenhändlern dazu verleitet, aus Afrika und Asien auf der Suche nach einem besseren Leben den gefährlichen Weg nach Europa anzutreten. Das Schlepperunwesen hat sich zu einem Milliardengeschäft entwickelt, das schon viele Tausende Menschen das Leben gekostet hat. Dabei ahnen viele der vermeintlichen Flüchtlinge gar nicht, dass sie keine Zukunftsperspektive bei uns haben und über kurz oder lang wieder heimkehren müssen. Sie haben viel Zeit und Geld und oft auch ihre Würde verloren.

„Schlepper und Schleuser sind Verbrecher, die am Elend und den vergeblichen Hoffnungen anderer Menschen viel Geld verdienen. Wir werden die Migrationsströme unserer Zeit nur bewältigen, wenn wir ihnen das Handwerk legen und unsere Unterstützung auf die wirklich Verfolgten und Kriegsflüchtlinge konzentrieren können“, so Kerstin Schreyer, MdL, Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung. „Entsprechend müssen wir noch konsequenter zwischen denen unterscheiden, die einen Fluchtgrund haben und unseres Schutzes bedürfen und jenen, bei denen das nicht der Fall ist. Jede Legalisierung von Asylbewerbern, die in Wirklichkeit aus wirtschaftlichen Gründen zu uns kommen, befeuert nur das Geschäft der skrupellosen Schleuser“.

Aus diesem Grund bedarf es noch mehr Aufklärung zu den Themen Fluchtursachen und Menschenhandel. Hier leistet insbesondere das Flüchtlings¬hilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, ganz hervorragende Arbeit, wie die Integrationsbeauftragte nach einem Besuch bei der dortigen Dependenz in Nürnberg berichtet. „Das ist aber nur die eine Seite der Medaille“, gibt Kerstin Schreyer zu bedenken. „Genauso wichtig ist die Rückkehrberatung. Wir dürfen die Menschen, die den Lügen und haltlosen Versprechungen der Schlepper aufgesessen sind, nicht allein lassen. Vielmehr brauchen sie für den Fall, dass die Asylgründe fehlen und sie hier nicht bleiben können, eine Perspektive, eine Chance, wenn sie wieder in die Heimat zurückkehren. Aus diesem Grund sollten wir die Rückkehrberatung und die Hilfe vor Ort noch weiter fördern und ausbauen. Damit die Menschen nicht ins Bodenlose fallen. Wenn uns das gelingt, sind wir ein gutes Stück weiter bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise“, so die Beauftragte.

Geschäftsstelle
Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung
Kerstin Schreyer, MdL