Die Landesvorsitzende der bayrischen SPD-Frauen (AsF), Micky Wenngatz, erklärt zum Start der Aktion „Lets's face it! - Gewalt ist keine Privatsache“:
Kampagne Lets face it„Auch heute noch ist jede dritte Frau von Gewalt betroffen, häufig im häuslichen und privaten Umfeld. Wenn Frauen dieser Situation entkommen wollen, dann bleibt ihnen nur allzu oft der Weg in ein Frauenhaus als einziger Ausweg. Aber in Bayern gibt es viel zu wenig Plätze und fast die Hälfte aller schutzsuchenden Frauen müssen abgelehnt werden, denn die Bayerischen Frauenhäuser sind völlig unterfinanziert." Zudem müssen Frauen deutlich länger in Frauenhäusern bleiben als geplant, weil bezahlbare Wohnungen fehlen. Dies beweist eine von der Bayrischen Staatsregierung in Auftrag gegebene Studie.

„Leider ist das in Landshut nicht anders. Auch hier fehlt es an weiteren Plätzen in den Frauenhäusern. Die Frauenhäuser sind allzu oft über 100 % belegt, Mütter und Kinder müssen zum Teil in den Gemeinschaftsräumen übernachten bis eine Lösung gefunden wird.“, erklärt die Landshuter SPD-Vorsitzende und Landesvorstandsmitglied der AsF Anja König.
Seit langem schon fordere die SPD beharrlich den Ausbau von Frauenhäusern und eine ausreichende staatliche Finanzierung, um von Gewalt betroffenen Frauen zu helfen. "Aber selbst nachdem nun die Studie die Missstände belegt, handelt die Staatsregierung nicht. Stattdessen schiebt sie die Verantwortung von sich und sieht Frauenhäuser als Teil kommunaler Daseinsvorsorge", erläutert König. Damit ist die Hauptlast von den Kommunen zu tragen und die Finanzierung hängt als freiwillige Leistung direkt von der Kassenlage ab.
Die SPD-Frauen wollen diese Situation nicht hinnehmen: "Mit unserer Kampagne „Let's face it! - Gewalt ist keine Privatsache“ wollen wir auf diese Missstände aufmerksam machen. Die Bayrische Staatsregierung muss endlich die Finanzierung und Ausstattung von Frauenhäusern und begleitende Maßnahmen wie Frauennotrufe als staatliche Aufgabe anerkennen und darf sie nicht länger auf die kommunale Ebene abzuschieben", so König.
Ab dem 25. November 2016, dem Aktionstag gegen Gewalt an Frauen, startet die AsF-Bayern ihre Kampagne, mit der die Bevölkerung der Staatsregierung zeigen kann, warum sie Frauenhäuser für unbedingt nötig halten. Alle Menschen, Frauen wie Männer, Gruppierungen, Stammtische, Vereine, Parteien sind dazu aufgerufen, sich an unserer Aktion zu beteiligen. Bitte melden Sie sich einfach bei der SPD-Vorsitzenden Anja König unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder unter 015253113535.