Rund 120 unternehmerische Führungskräfte vertiefen beim bayerisch-tschechischen Wirtschaftsfrühstück grenzüberschreitenden Dialog und knüpfen Kontakte

Die Organisatoren und Redner des 2. Bayerisch-tschechischen Wirtschaftsfrühstücks: (v. li. n. re.) Landrat Sebastian Gruber, Keynote-Speaker Benedikt Böhm, Netzwerkmanagerin Jaroslava Pongratz, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und EDM-Geschäftsführer Kaspar Sammer.  (Foto: Christoph Weishäupl, Bezirk Niederbayern)Die Organisatoren und Redner des 2. Bayerisch-tschechischen Wirtschaftsfrühstücks: (v. li. n. re.) Landrat Sebastian Gruber, Keynote-Speaker Benedikt Böhm, Netzwerkmanagerin Jaroslava Pongratz, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und EDM-Geschäftsführer Kaspar Sammer. (Foto: Christoph Weishäupl, Bezirk Niederbayern)
Zur Vertiefung der grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit etablierte der Trägerverein Europaregion Donau-Moldau e.V. gemeinsam mit dem Landkreis Freyung-Grafenau im vergangenen Jahr das Austauschformat des bayerisch-tschechischen Wirtschaftsfrühstücks. Symbolträchtig an der bayerisch-tschechischen Grenze trafen sich heuer im Berggasthof Dreisessel rund 120 Unternehmer aus beiden Ländern, um den grenzüberschreitenden Dialog zu vertiefen und wirtschaftliche Kontakte zu knüpfen.
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich freute sich, dass so viele unternehmerische Führungskräfte aus dem bayerisch-tschechischen Grenzgebiet die Gelegenheit zum transnationalen Netzwerken nutzten und damit einen Beitrag zur Stärkung des regionalen Wirtschaftsraumes leisteten. "Enge wirtschaftliche Verflechtungen und ein reger unternehmerischer Austausch zwischen Bayern und Tschechien sind für die weitere ökonomische Entwicklung der Grenzregion von essentieller Bedeutung", unterstreicht Dr. Heinrich.
Gerade angesichts der Unsicherheit der globalen Lieferketten und Wirtschaftskreisläufe sei eine enge örtliche Vernetzung der Schlüssel zu mehr Unabhängigkeit und unternehmerischem Erfolg, ist der niederbayerische Bezirkstagspräsident überzeugt. "Nicht zuletzt haben uns die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie sowie die kriegerischen Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre teils schmerzlich vor Augen geführt, wie anfällig unsere globalisierte Wirtschaftsordnung für negative Einflüsse ist und wie wichtig daher regionale Wirtschaftskreisläufe für die Daseinsvorsorge und den Wohlstand sind", betont Dr. Olaf Heinrich.
Einen spannenden Impuls setzte Keynote-Speaker Benedikt Böhm mit seinem Vortrag zum Thema „Resilienz und Antifragilität“. Böhm ist Extremskibergsteiger und internationaler Geschäftsführer des Skitourenausrüsters Dynafit. Die Marke hat sich seit seinem Eintritt im Jahr 2003 aus der Insolvenz zum Weltmarktführer entwickelt. In einem mitreißenden Vortrag schlug Böhm gekonnt eine Brücke zwischen Vorüberlegungen und Handlungsleitlinien beim Extremsport im Hochgebirge und der Basis unternehmerischen Erfolgs. Risikominimierung, Geduld und Flexibilität spielten dabei eine ebenso große Rolle wie das Verhalten in absoluten Ausnahmesituationen. Seine Erfolgsformel beschreibt er in der Reduktion auf das Wesentliche und das Beherrschen und Kalkulieren von menschlichen Komponenten wie Mut und Angst.
Der Bezirk Niederbayern ist seit 2014 Projektträger in der Arbeitsgemeinschaft der insgesamt sieben Partnerregionen, welche die Europaregion Donau-Moldau konstituieren. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit dient dabei vor allem der Verbesserung der Wahrnehmung der transnationalen Region auf europäischer Ebene sowie der Steigerung der Wirtschaftsleistung und Wettbewerbsfähigkeit dieses überwiegend ländlich geprägten Raumes. Durch innovative Projekte und Dienstleistungen will die Europaregion die Entwicklung von Wirtschaftsbeziehungen unterstützen und den Menschen die Stärken und Entwicklungschancen des gemeinsamen Lebensraumes Donau-Moldau bewusstmachen. Das bayerisch-tschechische Wirtschaftsfrühstück ist ein Format des Netzwerkmanagements Bayern-Böhmen.
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