Vertreter des AWO-Kreisverbands Landshut tauschen sich mit Bürgermeisterin über soziale Angelegenheiten aus

v.l.: Ruth Müller, MdL, Bürgermeisterin Sibylle Entwistle, Georg Thurner und Stefanie Martin (AWO) (Foto: Andrea Soller)v.l.: Ruth Müller, MdL, Bürgermeisterin Sibylle Entwistle, Georg Thurner und Stefanie Martin (AWO) (Foto: Andrea Soller)
Nicht nur die AWO-Mitgliedschaft verband die Gesprächsteilnehmer am Montagabend im Vilsbiburger Rathaus, sondern die Leidenschaft dafür, die Gesellschaft, die Stadt und das Land gemeinsam zu gestalten und zu einer lebenswerten Gemeinschaft zu formen: Bürgermeisterin Sibylle Entwistle begrüßte den Vorsitzenden des AWO-Kreisverbands Landshut, Georg Thurner mit der Geschäftsführerin Stefanie Martin und der SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller, die ebenfalls Mitglied des AWO-Kreisvorstands ist zu einem Gespräch über soziale Aufgaben in einer Kommune. Die Stadt Vilsbiburg arbeitet schon seit vielen Jahren im Bereich der Kindertagesbetreuung mit der AWO zusammen – in der Kinderkrippe Michael-Jäger und St. Marien liegt die Trägerschaft bei der Arbeiterwohlfahrt, die im Übrigen seit 50Jahren in Vilsbiburg auch mit einem Ortsverein beheimatet ist. „Künftig wollen wir als AWO auch stärker im gesellschaftlich-sozialen Bereich sichtbarer und aktiver werden“, berichtete der Vorsitzende Georg Thurner. In Landshut betreibe man beispielsweise einen Kleiderladen, der gut erhaltene, gespendete Kleidung weiterverkaufe und mittlerweile voll im „second-fashion-Trend“ sei.
Paritätisch mit der Caritas betreibe man die Landshuter Interventionsstelle bei sexualisierter und häuslicher Gewalt (kurz: LIS) und arbeite eng über die Arbeitsgemeinschaft Frauenhaus zusammen. Bürgermeisterin Sibylle Entwistle berichtete von den Aktivitäten des Vilsbiburger Stadtrats, die Innenstadtbelebung voranzubringen. „Den Wandel im Einzelhandel werde man nur schwer zurückdrehen können“, so Georg Thurner. Umso wichtiger sei es, die Innenstädte mit Aufenthaltsqualität zu gestalten und für soziale Begegnungen zu sorgen. Dabei müssten alle Generationen einer Stadtgesellschaft eingebunden werden und man müsse sich vom Gedanken verabschieden, dass die Senioren am liebsten in einem ruhigen Heim im Grünen alt werden möchten. „Jung und Alt müssen sich begegnen können und auch über ehrenamtliches Engagement zueinander finden“, zeigte sich Stefanie Martin aus ihrer Erfahrung vom Betrieb des Landshuter Mehrgenerationenhauses überzeugt. Um eine gute Gesellschaft zu erhalten, sei es notwendig, alle Menschen im Blick zu haben, so Martin. „Dabei kommen in unserer AWO die gemeinsamen Grundwerte Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Toleranz und Gerechtigkeit als Grundlage des sozialen Handelns zum Tragen“, so die Landtagsabgeordnete Ruth Müller. Denn seit der Gründung der AWO vor mehr als 100 Jahren durch Marie Juchacz habe die AWO die Menschen im Blick, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. „Je mehr gute Taten wir zusammenbringen, umso besser wird die Welt“, zitierte Georg Thurner die Gründerin der AWO, die im Übrigen als erste Frau im Jahr 1919 im Nationalparlament als Abgeordnete eine Rede hielt. Welche guten Taten sich aus dem ersten Kennenlern-Termin zwischen dem Vilsbiburger Stadtoberhaupt und dem AWO-Kreisverband in Zukunft ergeben, werde man gemeinsam überlegen, waren sich die Gesprächsteilnehmer am Ende der harmonischen Runde einig.
 
 
Katharina Theobaldy
Referentin des Abgeordnetenbüros Ruth Müller, MdL
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84034 Landshut
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