Oberarzt Dr. Wiesmayer von der Stroke-Unit des Bezirksklinikums Mainkofen zum Welt-Schlaganfalltag 2021

Oberarzt Dr. Walter Wiesmayer liegt die Versorgung von Schlaganfall-Patienten am Herzen. Durch Aufklärung will er wachrütteln und hofft, dass sich die Betroffenen bei einem Verdacht zeitnah in einer Schlaganfall-Einheit untersuchen lassen. (Foto: Birgit Kölbl-Grantner, Bezirksklinikum Mainkofen)Oberarzt Dr. Walter Wiesmayer liegt die Versorgung von Schlaganfall-Patienten am Herzen. Durch Aufklärung will er wachrütteln und hofft, dass sich die Betroffenen bei einem Verdacht zeitnah in einer Schlaganfall-Einheit untersuchen lassen. (Foto: Birgit Kölbl-Grantner, Bezirksklinikum Mainkofen)

Bei einem akuten Schlaganfall kommen in Deutschland jährlich ca. 250.000 Menschen aus ihrem gewohnten täglichen Leben plötzlich in eine körperlich und geistig hochdramatische Ausnahmesituation. „Dann sind diese Menschen dringend auf kompetente Hilfe angewiesen,“ sagt Dr. Walter Wiesmayer, erfahrener Oberarzt auf der Stroke-Unit des Neurologischen Zentrums am Bezirksklinikum Mainkofen. Mit einer Stroke-Unit steht Schlaganfall-Patienten eine stationäre Spezialeinrichtung mit einem umfassendem Diagnostik- und Therapiekonzept als wohnortnahe Anlaufstelle zur Verfügung. 

Gewonnene Minuten in der Klinik, verlorene Stunden davor.

Beim Schlaganfall gilt es keine Zeit zu verlieren. „Wir kämpfen um jede Minute, um die Betroffenen so früh wie möglich mit der geeigneten Therapie zu versorgen.“, erzählt OA Dr. Wiesmayer. „Permanentes Training aller ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter auf der Stroke-Unit, deren langjährige Erfahrung, die hochqualitative, apparative Sofortdiagnostik aber auch extrem kurze Wege zwischen den einzelnen Untersuchungsräumen sind mitverantwortlich, dass wir schnell reagieren können.“

Was besser werden muss, ist jedoch die Phase vor der Einlieferung der Patienten in die Klinik. Hier verstreicht wertvolle Zeit. Es gehen Minuten bis Stunden, manchmal leider sogar auch Tage verloren.  Der Rettungsdienst wird oft zu spät gerufen, weiß Dr. Wiesmayer, der selbst schon seit vielen Jahren als Notarzt Schlaganfallpatienten erstversorgt und in die Klinik begleitet.

Der FAST-Test, schnell, einfach und sicher

„Zum heutigen Welt-Schlaganfalltag wollen wir aufklären und die Bevölkerung für dieses enorm wichtige Thema sensibilisieren. Bei Verdacht auf einen Schlaganfall gilt es schnellstmöglich zu reagieren und medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.“, erläutert Dr. Walter Wiesmayer. Eine möglichst rasche Diagnostik und Therapieeinleitung sind für den weiteren Behandlungs- und Genesungsprozess von enormer Bedeutung für den Patienten. Doch leider vergeht noch viel zu oft wertvolle Zeit.

Zur raschen Erkennung eines Schlaganfalls empfiehlt die S2e-Leitlinie bei Patienten mit akut auftretenden neurologischen Symptomen eine Skala wie den sogenannten FAST-Test (Face-Arm-Speech-Time). Der FAST-Test ist sehr einfach durchzuführen. Dazu wird die zu untersuchende Person gebeten, nacheinander zu lächeln (F wie face), beide Arme gleichzeitig zu heben (A wie arms) und einen einfachen Satz nachzusprechen (S wie speech). Hat die getestete Person dabei Schwierigkeiten, liegt ein Schlaganfall durchaus im Bereich des Möglichen und es sollte sofort (T wie time) der Notarzt bzw. Rettungsdienst unter Tel.: 112 alarmiert werden, so dass der Betroffene so rasch wie möglich in die nächste spezialisierte Klinik mit einer Schlaganfall-Einheit (Stroke-Unit) eingeliefert wird.

Sofortige gezielte Diagnostik, schnelle Therapie

Nach der Untersuchung in der Notfallaufnahme folgt umgehend die apparative Sofortdiagnostik. „Dafür kommen im Bezirksklinikum Mainkofen unter anderem ein Kernspintomograph und ein Computertomograph der jeweils neuesten Generation mit hervorragender Auflösung zum Einsatz.“, so Krankenhausdirektor Uwe Böttcher. Durch die sehr frühe, gezielte Diagnostik ist eine rasche medizinisch-therapeutische Intervention möglich. Neben der medizinischen Behandlung werden die Patienten zusätzlich ab dem ersten Tag der Aufnahme physio- und ergotherapeutisch sowie logopädisch betreut.

„So wollen wir den Betroffenen helfen, damit diese bald und möglichst ohne bleibende Behinderungen wieder nach Hause in ihr gewohntes Leben zurückkehren können. Wir sehen unsere Stroke-Unit in Mainkofen als einen integrierten Bestandteil der Versorgungskette von Schlaganfallpatienten. Eine Kette ist nun einmal nur so stark wie ihr schwächstes Glied, was im Moment leider noch immer der präklinische Bereich, also die Phase vor dem Eintreffen des Notarztes bzw. in der Klinik ist,“ so Dr. Wiesmayer.

Unter dem Motto „Schick di…, weil beim Schlaganfall jede Sekunde zählt!“ wollen die Verantwortlichen des Neurologischen Zentrums in Mainkofen die Bevölkerung für das Thema Schlaganfall sensibilisieren und im Verdachtsfall zu raschem Handeln aufrufen. Durch Aufklärung und die Verwendung einfacher Tests, wie dem FAST-Test, soll es gelingen, bei einem Schlaganfall deutlich bessere Ergebnisse hinsichtlich der Zeit vom Auftreten der Symptome bis zur Einlieferung in die Klinik zu erzielen.

Der FAST-Test:

FAST Test (Grafik/Text: Bezirksklinikum Mainkofen)

Birgit Kölbl-Grantner
Dipl.-Ing. Medientechnik (FH)
Marketing und Kommunikation
Bezirksklinikum Mainkofen
Standorte Mainkofen – Passau – Grafenau - Pfarrkirchen
Mainkofen A3
94469 Deggendorf
Tel.: 09931 87 30 300
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www.mainkofen.de
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