Digitalisierung, Herausforderungen durch Corona und neue Schwerpunkte der Medienfachberatung des Bezirksjugendrings Niederbayern
Stefanie Denk (2. v. r.) und Anne Waechter (3. v. r.) vom Bezirksjugendring legten Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (r.) und Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl (li.) den Jahresbericht 2019 vor. (Foto: Bezirk Niederbayern, Bäter)Stefanie Denk (2. v. r.) und Anne Waechter (3. v. r.) vom Bezirksjugendring legten Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (r.) und Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl (li.) den Jahresbericht 2019 vor. (Foto: Bezirk Niederbayern, Bäter)
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich empfing gemeinsam mit Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Vorsitzender des Kultur-, Jugend- und Sportausschusses, die Vorsitzende des niederbayerischen Bezirksjugendrings Stefanie Denk und Geschäftsführerin Anne Waechter zum gemeinsamen Jahresgespräch in der Landshuter Bezirkshauptverwaltung. Dabei geht es traditionell um den Bericht des Vorjahres, der alle Projekte und Aktivitäten in der niederbayerischen Jugendarbeit auf Bezirksebene zusammenfasst.
So berichteten Stefanie Denk und Anne Waechter unter anderem vom niederbayerischen Jugendfilmfestival JUFINALE, das 2019 bereits zum 16. Mal stattfand – dieses Mal im Cinema Filmpalais Dingolfing. Unter der Schirmherrschaft von Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich präsentierten junge Filmemacher ihre Werke vor großem Publikum. Insgesamt wurden 30 Filme von einer professionellen Jury beurteilt und die Sieger gekürt. Betreut und durchgeführt wird der Wettbewerb von der Medienfachberatung des Bezirksjugendrings. 2019 war diese vom Bezirk Niederbayern finanzierte Stelle jedoch unbesetzt. Zu dieser Zeit sprang die junge Filmregisseurin und Wirtschaftspädagogin Verena Wagner in die Bresche. „Wir freuen uns sehr, das wir Verena Wagner als Unterstützung im Bereich Medienfachberatung gewinnen konnten“, erzählt Stefanie Denk im Gespräch. Seit Anfang Juni dieses Jahres sei sie feste Mitarbeiterin des Bezirksjugendrings und organisiert beispielsweise Filmworkshops.
Herausforderungen durch Pandemie
Mit dieser besonderen Fachkompetenz durch die neue Medienfachberaterin ausgestattet, seien derzeit neue Projekte in Planung wie etwa die Verarbeitung der Zeit des Lock Downs beziehungsweise der Corona-Krise von Kindern und Jugendlichen mithilfe von Smartphone-Videos. Generell sei das Thema Bewegtbilder von wachsendem Interesse bei Jugendlichen, so Anne Waechter. „Aber auch andere innovative digitale Techniken interessieren Jugendliche sehr. Durch die Zusammenarbeit mit dem 2018 eröffneten BayernLAB des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat in Vilshofen haben wir nun noch mehr Möglichkeiten, die örtlichen Jugendringe in Innovationen wie ‚Virtuelle Realität‘ und 3D-Druck fortzubilden, die wiederum Multiplikatoren in den niederbayerischen Landkreisen und Gemeinden sind“.
Über die Zeit des Lock Downs habe man den Kontakt zwischen den Jugendringen über Videokonferenzen und Online-Aktionen gehalten. „Digitale Medien spielen gerade in Corona-Zeiten eine tragende Rolle bei der Kommunikation. Dass die Digitalisierung jetzt einen kräftigen Schub erhalten hat, ist einer der wenigen positiven Nebeneffekte der Pandemie“, so Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich. „Jedoch lebt soziale Arbeit vor allem von persönlichen Kontakten, die durch digitale Medien allenfalls ergänzt werden können.“
„Natürlich ist es sehr wichtig, dass sich Jugendliche auch wieder physisch treffen können und an gemeinsamen Aktionen teilhaben“, stimmte Stefanie Denk zu. „Wir arbeiten daran, wie Jugendarbeit mit bzw. trotz Corona organisiert werden kann. Dabei geht es einerseits um Hygienekonzepte, aber auch darum, dass wir auf absehbare Zeit in kleineren Gruppen mit mehr Betreuern arbeiten müssen". Entsprechend bleibt der Bereich Ehrenamt DAS Thema der Zukunft. Dazu Bezirkstagsvizepräsident Dr. Pröckl: „Ohne ein hohes Maß an bürgerlichem Engagement im Ehrenamt ist eine funktionierende Jugendarbeit weder vorstellbar noch realisierbar. Daher müssen wir weiter an der Förderung und der öffentlichen Wertschätzung für das Ehrenamt in Niederbayern arbeiten.“

– sb –

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