Der Kulturpreis 2020 des Bezirks Niederbayern wird der Initiative „Glasbau e. V. Pfarrkirchen“ zugesprochen
Von links Cindy Drexl M.A. (Kulturreferentin Bezirk Niederbayern), Dr. Ludger Drost (Kulturbeauftragter Landkreis Rottal-Inn), Barbara Michal M.A. (Leiterin Kreismuseum Bogenberg), Ines Kohl (Kulturjournalistin), Dr. Marion Bornscheuer (Leiterin Museum Moderner Kunst Wörlen Passau), Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Rudi Senff (Landestheater Niederbayern, in Vertretung von Intendant Stefan Tilch), Bezirksheimatpfleger und ltd. Kulturdirektor Dr. Maximilian Seefelder (Foto: Bezirksklinikum Mainkofen/Vierthaler)Von links Cindy Drexl M.A. (Kulturreferentin Bezirk Niederbayern), Dr. Ludger Drost (Kulturbeauftragter Landkreis Rottal-Inn), Barbara Michal M.A. (Leiterin Kreismuseum Bogenberg), Ines Kohl (Kulturjournalistin), Dr. Marion Bornscheuer (Leiterin Museum Moderner Kunst Wörlen Passau), Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Rudi Senff (Landestheater Niederbayern, in Vertretung von Intendant Stefan Tilch), Bezirksheimatpfleger und ltd. Kulturdirektor Dr. Maximilian Seefelder (Foto: Bezirksklinikum Mainkofen/Vierthaler)
So lautet der Beschluss, der heute im Kultur-, Jugend- und Sportausschuss unter dem Vorsitz von Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl einstimmig gefasst wurde. Zum fünften Mal verleiht der Bezirk Niederbayern den mit 6.000 Euro dotierten Kulturpreis - zum ersten Mal traf eine Fachjury die Vorauswahl des Preisträgers. Das unabhängige Expertengremium wurde 2019 installiert und setzt sich aus Vertretern der Sparten Theater, Kultur, Kunst, Museum und Journalismus zusammen; ihm gehören sechs Fachpreisrichter sowie der Vorsitzende des Kulturausschusses an.
Die private, nicht kommerzielle Initiative "Glasbau e. V. Pfarrkirchen" betreibt seit 2012 ein Kunst- und Kulturforum. Seither bereichert der Verein mit Susanne Theuerkorn als Vorsitzender das kulturelle Leben der Region. Vielfalt ist Programm: Kunstausstellungen, Kurse, offene Werkstätten, Theater, Puppentheater, Lesungen, Filmvorführungen, Konzerte, kulturelle Begegnungen mit Migranten und vieles mehr. Regelmäßig finden parallel dazu Samstagsimbiss, Internationales Sonntagscafé, Barbetrieb mit Livemusik, Schreibwerkstatt, Mal- und Zeichenkurse oder auch Sinkgreise statt.
Bezirkstagsvizepräsident Dr. Pröckl zeigte sich erfreut über die Entscheidung und fand lobende Worte: „Die Arbeit des Vereins ist geprägt von einer großen Durchlässigkeit zwischen den kulturellen Sparten, was nicht nur den kreativen Gestaltungsspielraum der beteiligten Akteure erhöht, sondern das Kulturleben der Region immer wieder mit außergewöhnlichen Angeboten bereichert.“
Bis zum Stichtag 15.03.2020 gingen beim Kulturreferat insgesamt 26 Vorschläge für den Kulturpreis ein. In mehreren Durchgängen wurde eine Vorauswahl getroffen, aus der zehn Finalisten hervorgingen, die dem Ansatz des "weiten Kulturbegriffs" entsprechend aus unterschiedlichsten Bereichen kommen: kulturelles Angebot, musikalische oder künstlerische Arbeiten bzw. Leistungen, Kulturlandschaftspflege. Die Möglichkeit, diese Vielfalt mit der Verleihung des Kulturpreises aufzuzeigen, begeistert auch Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. "So verschieden die Preisträger der vergangenen fünf Jahre waren, haben sie eines gemeinsam - die Leidenschaft, mit der sie sich ihrem Metier hingeben."
Das Procedere der Jury: "Nach zwei Stunden anregender, kritischer und konstruktiver Diskussion, mit insgesamt fünf Bewertungsrunden und einer zu treffenden Mehrheitsentscheidung stand der diesjährige Kulturpreisträger einstimmig fest" so Bezirksheimatpfleger Dr. Seefelder.
"Glasbau e. V. Pfarrkirchen" besticht durch die Bandbreite seines Angebots und seine Professionalität. Die kreative, innovative Herangehensweise ist herausragend. Der Verein bewegt sich am Puls der Zeit, sein Programm ist deshalb weit über Pfarrkirchen hinaus bekannt. Zusammen mit dem ehrenamtlichen Engagement kommt ihm zudem eine Vorbildfunktion für andere Kulturvereine zu. Seine kulturellen Aktivitäten haben sowohl die Innenstadt (wieder) belebt als auch einem leer stehenden Gebäude in Pfarrkirchen neues Leben eingehaucht, denn das Kunst- und Kulturforum befindet sich in einem ehemaligen Autohaus.
Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl bedankte sich beim Kulturreferat für die geleistete Vorarbeit und bei den Jurymitgliedern für das fachkundige Urteil. "Die Arbeit der Fachjury war konstruktiv, bereichernd und soll in dieser Form fortgesetzt werden" so Pröckl. 

- eb -
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