MdL Müller fordert Lockerung des Verkaufsverbots für Pflanzen aus der Region
SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller setzt sich für die regionale Wirtschaft ein (Foto: SPD-Niederbayern)SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller setzt sich für die regionale Wirtschaft ein (Foto: SPD-Niederbayern)
In den bayerischen Gärtnereien ist alles für die Hauptsaison vorbereitet und in den kommenden Wochen sollten eigentlich 40 bis 50 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet werden. Da aber in den gärtnerischen Endverkaufsbetrieben wie Baumschulen und Gärtnereien aufgrund der Ausgangsbeschränkungen derzeit kein Verkauf erlaubt ist, stehen viele Existenzen auf dem Spiel.

Die Landtagsabgeordnete Ruth Müller hat daher bei der Staatsregierung interveniert und nachgefragt, ob unter der Einhaltung spezieller Hygienevorschriften eine zügige Wiedereröffnung in Betracht gezogen werden könnte: „Die regionalen Gärtnereien müssen Setzlinge vernichten, während die Discounter gleichzeitig Blumen und Pflanzen weiterhin verkaufen dürfen“, zeigt sich Ruth Müller besorgt, „das erscheint mir äußerst ungerecht, auch wenn man bedenkt, dass viele der Pflanzen im Einzelhandel nicht aus der Region kommen, sondern meistens sogar einen weiten Lieferweg hinter sich haben.“
Das Landwirtschaftsministerium bekräftigt in der Antwort, die Müller vorliegt, seine Haltung, dass eine Änderung der derzeit geltenden Beschränkungen nicht angedacht ist. „Selbstverständlich ist es noch zu früh um über die Möglichkeiten einer Exit Strategie zu spekulieren, aber von den zuständigen Verbänden der regionalen Pflanzenhersteller gibt es vernünftige Vorschläge für eine kontrollierte Verkaufsabgabe, die dringend auf ihre Umsetzung überprüft werden sollten“, fordert Müller das Ministerium auf, eine frühzeitige Lockerung des Verkaufsverbots zu ermöglichen.

Nach derzeitigem Stand ist gärtnerischen Endbetrieben eine Öffnung nur erlaubt, wenn das Angebot im Bereich Lebensmittelversorgung, also in den Sparten Gemüse, Obst oder Kräuter über 50 Prozent liegt. Gärtnereien oder Verkaufsbaumschulen deren Umsatz zu mehr als der Hälfte mit Zierpflanzen oder –gehölzen sowie Dienstleistungen und Zubehör erzielt wird, dürfen derzeit nicht öffnen.

Sigrid Altweck
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Bürgerbüro Ruth Müller, MdL
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