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Bad Abbacher Kurier

AKTUELL KRITISCH NEUTRAL UNVERWECHSELBAR

Montag, 18. Dezember 2017

Hochkarätige Politiker redeten Klartext

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Besondere Präsenz zeigte am politischen Montag beim Abensberger Gillamoos die Polizei. Niemand verwunderte es, denn mit Martin Schulz, dem Kanzlerkandidaten der Sozialdemokratischen Partei Deutschland (SPD), besuchte ein politisches Schwergewicht den Jahrmarkt, um vor den Genossinnen und Genossen sowie Freunden der SPD, aber auch vor Wählerinnen und Wählern, die sich kundig machen wollten, seine Rede zu halten.

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Gillamoos18 SPD Zelt

Im überfüllten Festzelt, in das weitere Besucher zeitweise keinen Einlass mehr bekamen und von Polizeikräften abgewiesen wurden, referierte Martin Schulz vor über 2.500 Interessierten äußerst kämpferisch über seine Zukunftspläne als Kanzler für Deutschland. In seiner einstündigen Ansprache stand das Thema „Soziale Gillamoos2 Anja KoenigGerechtigkeit“ an oberster Stelle. Frenetisch beklatscht wurden seine Statements dazu, aber auch zur Europa- und Welt-Politik. Minutenlangen Beifall erhielt er von seinen Anhängern für die Aussage „Es gibt jemand, die will die Vergangenheit verwalten. Die heißt Angela Merkel. Und es gibt jemanden, der will die Zukunft gestalten. Der heißt Martin Schulz.“
Sein Sakko hatte der SPD-Kanzlerkandidat am Rednerpult bald abgelegt und mit hochgekrempelten Hemdsärmeln war er der „Mann aus dem Volk“, „ohne Abitur, ohne schnieke Lackschuhe und ohne Maßanzüge, mit Bart und einem Kassen-Brillengestell“, so Martin Schulz, will er Kanzler werden und Deutschland zum Wohl der Bürger/innen voranbringen.

Gillamoos20 SPD
Während stehender Ovationen erhielt der Politiker im Beisein von Anja König, Direktkandidatin für den Stimmkreis Landshut/Kelheim, Staatssekretär Florian Pronold, Markus Rinderspacher, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Christian Flisek, Bezirksvorsitzender, und Johanna Uekermann, JUSO-Bundesvorsitzende, sowie weiterer regionaler Polit-Prominenz zum Abschluss ein ganz besonderes Dankeschön-Geschenk: Mehrere junge Damen traten der SPD bei.

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Noch ein paar Hundert Anhänger mehr mobilisierte der Gastredner im Zelt der Christlich-Sozialen Union in Bayern (CSU). Unter tosendem Applaus und dem Bayerischen Defiliermarsch bahnte sich Karl-Theodor zu Guttenberg, wieder erstarkt nach von ihm verursachten Eklats, die ihn sein Amt kosteten und seine „Flucht“ in die Vereinigten Staaten mit sich zogen, seinen Weg zum Rednerpult. Begrüßt von Landrat Martin Neumeyer bedankte er sich eingangs artig und beinahe reumütig, dass ihm seine Partei eine neue Chance in seiner Heimat Bayern gibt.

Gillamoos16 Guttenberg

Rhetorisch äußerst versiert sprach er Themen an, die Deutschlands Bürger zurzeit beschäftigen und – ganz in Bierzelt-Manier – drosch er verbal auf den Kanzlerkandidaten der SPD sowie die anderen Parteien und deren Wahlprogramm ein, ganz im Sinne seiner Zuhörerinnen und Zuhörern, die johlend und applaudierend seinen Verlautbarungen zustimmten.

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Bündnis 90/Die Grünen hatten ins Weinzelt eingeladen und keinen geringeren Redner als Cem Özdemir, ihren Bundesvorsitzenden, zu Gast. Er bezog ebenfalls Stellung zu bundesdeutschen, europäischen, aber auch internationalen Themen und begeisterte mit seinen Aussagen die Zuhörer/-innen. Eine deutliche Koalitionsaussage blieb er jedoch schuldig. Sein mit viel Applaus bedachtes Statement dazu: „Wir werden mit keiner Partei eine Koalition eingehen, die nicht das Ende der Ära des fossilen Verbrennungsmotors einleitet und damit den Einstieg in die emissionsfreie Mobilität schafft.“

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Ebenfalls in Zelten auf dem Gelände des Traditionsmarktes in Abensberg sprachen der Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, und der Bundesvorsitzende der FDP, Christian Lindner.
Abseits des Gillamoos traten Vertreter der ÖDP, die als einzige Partei laut eigener Aussage keine Parteispenden mehr annimmt und sich deshalb einen Platz beim Gillamoos nicht mehr leisten kann, der AfD sowie der Bayernpartei (BP) vor ihre Anhänger.

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BP-Generalsekretär Hubert Dorn nahm in seiner Ansprache Bezug auf das Fernsehduell der Kanzlerkandidaten von CDU/CSU und SPD, ausgestrahlt am Abend vorher, und stellte Angela Merkel und Martin Schulz mit den Wahlprogrammen ihrer Partei auf eine Stufe. Überaus scharf verurteilte er die gemachten Aussagen der beiden Kandidaten, die für ihn keine Lösungen der Probleme in Deutschland darstellen würden. Breiteren Raum gab Dorn in seiner Rede der Flüchtlingspolitik der Regierung. Unter Applaus forderte er als zentralen Kernpunkt, straffällig gewordene Asylbewerber sowie reine Wirtschaftsflüchtlinge sofort abzuschieben. Frenetisch beklatscht wurde auch die Bekanntgabe einer Umfrage, die als Ergebnis aus der Bevölkerung herauskristallisiert, dass sich die Befragten sehr wohl ein eigenständiges Bayern vorstellen könnten, das jedoch nur mithilfe der Bayernpartei zu schaffen sei, so Dorn, nicht von der CSU.

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Ebenso traten Kelheims BP-Kreisvorsitzender Fritz Zirngibl, Kreisrat und Gemeinderat von Teugn, sowie BP-Landesvorsitzender Florian Weber hinter das Rednerpult. Fritz Zirngibl ging mehr auf die Kommunalpolitik ein und Florian Weber hatte sich die Themen „Rente“ und „Bildung“ vorgenommen.

Weitere Impressionen vom Gillamoos

Gillamoos6 CarmenundElfriede

Gillamoos4 CSU Hofmeister

Gillamoos17 JosefReiser

Gillamoos19 Jusos

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