Auf Anregung des Abensberger Seniorenbeirates wird es bald einen ständigen Reparatur-Treff, verbunden mit Kaffee und Kuchen, geben – eine Informationsveranstaltung Mitte Juli im evangelischen Gemeindehaus, wo der Reparaturtreff künftig auch seinen Platz bekommen wird, hat rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger angelockt; damit ist sowohl für Abensbergs 1. Bürgermeister Dr. Uwe Brandl als auch für Evi Bartos vom Seniorenbeirat und Katrin Koller-Ferch von der Stadt Abensberg (Generationenbeauftragte) klar, dass es in Abensberg künftig eine regelmäßige Anlaufstelle für jedermann gibt, bei der kaputte Sachen repariert werden können.

repair auftakt evi saal

„Ich bin begeistert“, so Evi Bartos zu Beginn angesichts der vielen Interessenten, die sich in der Frankstraße 3 bei Gastgeberin Barbara Dietrich, Abensbergs evangelische Pfarrerin, eingefunden hatten. Sie dankte Bürgermeister Brandl für die bisherige Unterstützung, Frau Dietrich für die Räume im Kirchengemeindehaus – und übergab dann an Bernd Wimmer aus Mainburg, der das dortige „MAI Repair Café“ mit begründete und leitet. Er schilderte den Anwesenden, wie sich der Gedanke entwickelte, wie die Suche nach Räumen war, welche Organisationsform anzustreben sei und dass es in Mainburg zuweilen so viele Geräte sind, die zur Reparatur gebracht werden, dass sie zuweilen einen Anlieferstopp einlegen müssen.
Jeden zweiten Sonntag wird das MAI Repair Café in der Stadthalle angeboten, von 14 bis 17 Uhr ist geöffnet. Es gibt Fair Trade-Kaffee und selbstgemachte Kuchen (als Haupteinnahmequelle) und am Eingang steht ein Sparschweinderl. Die Reparatur ist kostenlos – und das sind einige der Dinge, die den ehrenamtlichen Tüftlern gebracht werden: PCs, Videorekorder, Stereoanlagen und HiFi-Bausteine, Heizstrahler, Navis, Kaffeemaschinen, Radios, Staubsauger, CD-Player, Bügeleisen, Kopfhörer... die Liste ließe sich endlos fortsetzen, wichtig ist eines: „Man muss es tragen können“, so Wimmer.

In Mainburg sind Schreiner dabei, Elektrotechniker (wegen der VDE-Zertifizierung muss man auch in Abensberg überlegen, ein VDE-Prüfgerät anzuschaffen; Anm.), PC-Hardware-Profis und viele mehr, die sich der Dinge annehmen, die da kommen. Rund 70 Prozent der Gegenstände wurden repariert. Der Mainburger Verein ist gemeinnützig, aber nicht eingetragen – „Sehr aufwändig“, so Wimmer, und das bräuchte es nicht. In Deutschland gibt es inzwischen rund 500 solcher Reparaturtreffs. Auch Rosi Brunschweiger vom Mainburger Repair Café war in Abensberg anwesend; sie gehört wie Wimmer und sein Stellvertreter Alois Zilke mit Schriftführer Rolf Delventhal zu den Hauptverantwortlichen.
In Abensberg geht es nun flott weiter – Evi Bartos und Katrin Koller-Ferch laden zur Gründungsversammlung einer Reparaturinitiative ein – am Donnerstag, 27. Juli, um 19 Uhr, wieder im Gemeinderaum der evangelischen Kirche in Abensberg, Frankstraße 3. Allen Interessierten, die mithelfen wollen, sei dieser Termin ans Herz gelegt. Evi Bartos: „Wer helfen will, wird gebraucht!“ So seien nicht alleine Fachleute gefragt, es geht auch um Auf- und Abbau, Verkauf, Organisation und vieles mehr. Wer Fragen vorab hat, kann diese gerne mit Evi Bartos ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ; Tel. 09443/ 1645) oder Katrin Koller-Ferch abklären ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ; Tel. 09443/ 910 372).