Am Dienstag dieser Woche (13. Juni 2017) trafen sich die Verantwortlichen am Sportplatz Offenstetten, um das neue Hochwasserrückhaltebecken zu begutachten und das weitere Vorgehen im Hochwasserschutz für den Abensberger Ortsteil zu besprechen.

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Wie bereits berichtet, wurde mit Fördermitteln des Freistaats ein Hochwasserschutzkonzept für Offenstetten entwickelt, das neben dem Rückhaltebecken am Sportplatz auch die Aktivierung des Retentionsraumes an der Frönaustraße mit gleichzeitiger Verbesserung des Abflusses vorsieht. Mit der Maßnahme am Sportplatz ist der erste Abschnitt abgeschlossen; das Rückhaltebecken dort hat ein Volumen von 6.400 Kubikmeter; der Ablauf aus dem Becken ist auf 500 Liter pro Sekunde gedrosselt. Zum Vergleich: Der Zufluss bei einem hundertjährigen Hochwasser beträgt 4,3 Kubikmeter pro Sekunde. Nun wird im Becken angesät, aufkommende Zweifel in der Runde, ob auf diesem Grund überhaupt etwas wächst, wurden vom Offenstettener Stadtrat Michael Kiermeier mit einem Blick zerstreut: "I sieh Antn und Hasn, der Eintrag ist do, also koa Problem."

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Die im Frühjahr sehr schwierigen Erdarbeiten wurden von der Firma Brandl aus Neufraunhofen erledigt; Stefan Rusch war der Mann vor Ort. Hans Seemann vom Ingenieurbüro Ferstl aus Landshut ist der Spezialist für Offenstettens Hochwasserschutz, ebenso Karl Stahl, der beim Wasserwirtschaftsamt Landshut für den Landkreis Kelheim zuständig ist. Abensbergs Erster Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und Stadtwerke-Chef Hans Schmid lobten die Zusammenarbeit mit allen Partnern und waren vom Ergebnis überzeugt; nur noch kleinere Arbeiten stehen am Sportplatz aus. Eines machte WWA-Spezialist Stahl nochmals deutlich: "Bei einem wirklichen Katastrophen-Niederschlag ist nach wie vor die Gefahr von Überschwemmungen gegeben.“ Dieser erste Abschnitt der Hochwasserschutz-Maßnahmen schlägt mit 310.000 Euro zu Buche.

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