Der Anbau wurde nun offiziell eingeweiht
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Eigentlich ist die Wirtschaftsschule in Abensberg schon seit 2013 bei der Mittelschule angegliedert, doch richtig präsent nach außen wird die Wirtschaftsschule nun durch den eigens hierfür errichteten Anbau.
Wirtschaftsschule2Der Lehrbetrieb hat bereits begonnen. Was noch fehlte, war die offizielle Inbetriebnahme des Anbaus. Mit einer kleinen Feierstunde wurden die neuen Räume eingeräumt. Studiendirektor Johann Huber, Schulleiter des staatlichen beruflichen Schulzentrums Kelheim, führte in seinen Grußworten aus, dass es ein langer Weg war, bis die Wirtschaftsschule in dieser Form in Abensberg zustande kam. Die Wirtschaftsschule in Abensberg ist in der jetzigen Form eine Ausnahme in der Schullandschaft im Landkreis Kelheim. Formal ist die Wirtschaftsschule eine Berufsfachschule und dem Berufsschulzentrum Kelheim zugeordnet. Die Anbindung an die Mittelschule Abensberg ergibt sich aus einem Kooperationsmodell zwischen Mittel- und Wirtschaftsschule. Die Kooperation kam durch Wirtschaftsschule4die Bemühungen von Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und dem Rektor der Mittelschule Abensberg, Wolfgang Brey, zustande. Durch die Verbindung mit der Mittelschule Abensberg haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die 5. und 6. Klasse in der Mittelschule zu absolvieren und können dann ab der 7. Klasse in die Wirtschaftsschule wechseln. Der Entscheidungsdruck in der 3. und 4. Klasse, ob man zum Gymnasium oder in die Realschule wechselt, wird so etwas gemildert. Das Besondere an der Wirtschaftsschule ist jedoch der Praxisbezug der Lehrpläne und des Schulbetriebes, der eine Schulbildung vermittelt, welche eigentlich schon eine Berufsbildung ist. So wird beispielsweise anhand eines virtuellen Unternehmens, welches von der Wirtschaftsschule geführt wird, der gesamte Ablauf eines Betriebes in allen Entscheidungsfeldern durchgespielt.
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Sei es das Rechnungswesen vom Angebot bis zur Rechnungsstellung und der dazugehörigen Buchhaltung, sei es das Marketing und der Verkauf, alles was in der realen Wirtschaftswelt abläuft, wird hier in einer virtuellen Form mit den Schülern durchgeführt. Diese fiktiven Unternehmen bestehen an allen Wirtschaftsschulen in Bayern und werden über ein eigenes Internetportal, welches in Memmingen betrieben wird, vernetzt. Wirtschaftsschule6Inzwischen bestehen über 200 derartiger Unternehmen, die untereinander virtuell in Geschäftsbeziehung stehen. Damit lernen die Schüler/-innen das reale Wirtschaftsleben sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Diese Form der schulischen Bildung wird in keiner anderen Schulform angeboten. Besonders die Wirtschaft weiß diese Art der Schulbildung sehr zu schätzen und ist daher für die Jugendlichen eine gelungene Form der Berufsvorbereitung. Zudem stehen den Schülern auch die anderen Bildungsangebote wie Berufsober- oder Berufsfachschule weiterhin zur Verfügung, denn Schulabschluss der Wirtschaftsschule ist die mittlere Reife. Bürgermeister Dr. Uwe Brandl stellte zur Einweihung der Wirtschaftsschule fest, dass es trotz baulicher Schwierigkeiten gelungen ist, die Schullandschaft in Abensberg und dem Landkreis um ein weiteres wichtiges Element bereichert zu haben.Wirtschaftsschule5
Bedingt durch die Bodenbeschaffenheit musste eine aufwändige Pfahlgründung für den Anbau erstellt werden. Die Pfahlgründung mittels bis zu 17 Meter tiefen Betonpfählen erforderte einen Mehraufwand von rund 70.000 Euro. Insgesamt wurden in der einjährigen Bauzeit circa 1,7 Millionen Euro für den Schulanbau aufgebracht. Diplomingenieurin Sonja Schröter vom gleichnamigen Ingenieurbüro bedankte sich in ihrer Ansprache bei allen am Bau beteiligten Personen und Unternehmen für die ausgesprochen gute und fruchtbare Zusammenarbeit. Anschließend weihten Pfarrerin Barbara Dietrich von der evangelischen Kirche und Kaplan Steffen Brinkmann von der katholischen Kirche die neuen Räumlichkeiten der Wirtschaftsschule. Mit einem Rundgang durch den neuen Anbau wurde die Feierstunde beendet.
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