Neubau eines Bahnsteigs/Bund investiert 750.000 Euro
 
Mit einem symbolischen Spatenstich wurde heute (30. August 2016) der barrierefreie Ausbau des Hausbahnsteigs am Abensberger Bahnhof begonnen. Das Startsignal gaben der Erste Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, Landtagsabgeordneter Martin Neumeyer, Sachgebietsleiter für Bau und Verkehr Stefan Schell vom Innenministerium, der Leiter des Bahnhofsmanagements Regensburg Bernhard Kellner und der Leiter des Regionalbereichs Süd der DB Station&Service AG Günther Pichler.
spaten nah
Der Abensberger Bahnhof verfügt bisher über einen Hausbahnsteig und einen Zwischenbahnsteig mit Höhen unter 30 Zentimetern. Im Rahmen der barrierefreien Gestaltung des Hausbahnsteigs wird dieser mit einer Höhe von 55 Zentimetern neu errichtet, so dass ein stufenfreier Einstieg in die dort haltenden Züge des Eisenbahnverkehrsunternehmens agilis möglich wird.
Der neue Bahnsteig wird mit einer Länge von 150 Metern gebaut. Er erhält zwei neue Wetterschutzanlagen inklusive Infovitrinen und Sitzgelegenheiten sowie eine neue Beleuchtungsanlage. Zur aktuellen Reisendeninformation wird ein sogenannter Dynamischer Schriftanzeiger installiert. Dieser verfügt über ein Display mit Laufschrift und einen Lautsprecher. Zur Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen erhält der Bahnsteig ein taktiles Blindenleitsystem. In die gesamte Maßnahme investiert der Bund und die Deutsche Bahn AG rund 750.000 Euro.
Und das ist nicht selbstverständlich – Regionalbereichsleiter Pichler hat 1015 Bahnhöfe in seinem Gebiet, „Weiden, Schwandorf, Amberg – viele stehen an“. Dass es dabei nicht allein auf die Anzahl der Fahrgäste ankommt, das freute sowohl Bürgermeister Brandl als auch den Landtagsabgeordneten Neumeyer; beide setzen sich seit Jahren für ein barrierefreies Abensberg ein und haben die Initiative zum Bahnhofsumbau gemeinsam angestoßen. „Ich bin doppelt dankbar für diese Maßnahme“, so Dr. Uwe Brandl, der als Gemeindetagspräsident den stetigen Ausbau der Infrastruktur auf dem Land fordert. Als höchster Vertreter der Stadt Abensberg freut er sich, „dass wir bei so vielen Bahnhöfen zu den ersten gehören, die nun umgebaut werden.“ Der Abensberger Stadtrat und Integrationsbeauftragte des Freistaats, Martin Neumeyer, erinnerte nochmals daran, dass diese Maßnahme verknüpft ist mit der größten Behinderteneinrichtung im Regierungsbezirk Niederbayern, dem BBW, das schließlich in Abensberg angesiedelt ist. Mit anwesend war Tobias Schreml von der Abensberger Stadtverwaltung; zuständig für Grundstücksgeschäfte war auch er stets in die Planungen involviert.
Die Anwesenden betonten die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten – und die nun gute Stimmung. „Das ist jetzt eine wirklich positive Baustelle“, so Bereichsleiter Pichler, der heute mit Grauen daran dachte, welche Folgen der Kauf des Bahnhofsgebäudes vor Jahren von einem britischen Großinvestor gehabt hätte – nichts ging mehr, die Insolvenz des Unternehmens folgte. Im letzten Jahr – zum Gillamoos! – gab es wegen Baumaßnahmen am Gleiskörper erhebliche Einschränkungen des Zugverkehrs. Heuer stehe man wieder mit voller Leistungskraft zur Verfügung. Mit dem Kauf des Bahnhofsgebäudes durch einen Abensberger Unternehmer seien die Vorzeichen wieder mehr als positiv. Projektleiterin Helga Seybold aus Nürnberg schätzte abschließend, der Umbau sei bis Weihnachten abgeschlossen. „Wenn Ihre Leute einen Anreiz brauchen“, so Bürgermeister Brandl scherzhaft, „laden wir sie zum Gillamoos 2017 ein.“