Im Herzogskasten Abensberg wurde am Donnerstagabend (24. März) die Ausstellung „Mut zur Schönheit“ mit Bildern und Skulpturen von Angerer dem Älteren eröffnet.

v.l.: Künstler Angerer der Ältere, weiter BM Dr. Brandl, Museumsleiterin Leikauf und  Angerers Ehefrau sowie Gäste der Ausstellungseröffnung. (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)v.l.: Künstler Angerer der Ältere, weiter BM Dr. Brandl, Museumsleiterin Leikauf und Angerers Ehefrau sowie Gäste der Ausstellungseröffnung. (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)
1. Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, mit dem Künstler gut bekannt, sagte zum Auftakt: „Du versuchst stets, den Wesenskern der Schönheit zu entdecken.“ Was dabei entsteht, sei nicht unbedingt dem modernen Mainstream zuzuordnen – denn „schön ist nicht, was jedem gefällt.“ Trotzdem, so Brandl an das Publikum: „Was wir in der Ausstellung sehen werden, ist schön.“
v.l.: Abensbergs Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und Künstler Angerer der Ältere (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)v.l.: Abensbergs Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und Künstler Angerer der Ältere (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)
Tatsächlich nicht unbedingt auf den ersten Blick – der den Betrachter überwältigt, so großartig detailreich sind die Werke, sagte Museumsleiterin Veronika Leikauf. Sie riet allen Betrachtern, sich auf jedes Werk genau einzulassen. Martialische Darstellungen und düstere Atmosphären sind oft Bestandteil, aber sie ziehen den Betrachter in ihren Bann. „Schönheit ist Gefälligkeit“, so der Künstler selbst bei der Eröffnung. „Schönheit im Sinne des Kulturellen ist etwas anderes.“ Im alten Ägypten oder in Griechenland, so Angerer, sei das Wichtigste an der Kunst die Schönheit gewesen. Damals mythisch, göttlich beseelt, hat sich dies verändert. Angerer kritisiert moderne Künstler, die sich das Korsett des Zeitgeists umschnüren und feiern lassen. Das Unterbewusstsein des Menschen, so Angerer vor Jahren in einem Interview, sei keiner Mode unterworfen. Und: „Ohne das Göttliche fehlt die Schönheit.“ Ein Künstler solle Sachwalter des Zeitlosen sein. Sein griffiges Beispiel: „Sie fahren nach Florenz sicher nicht, um die Neubausiedlungen anzusehen.“
Besucher der Ausstellung beim Besichtigen der Werke des Künstlers Angerer der Ältere (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)Besucher der Ausstellung beim Besichtigen der Werke des Künstlers Angerer der Ältere (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)
Er dankte Museumsleiterin Leikauf herzlich für ihre Arbeit und die gemeinsamen Planungen, die nun – endlich – zum Erfolg, also zur Ausstellung geführt hatten. Seit 2018, damals noch unter Leikaufs Vorgänger, sei man wegen einer Ausstellung in Kontakt. Nun sind über 50 Gemälde, Radierungen, Digitaldrucke und Skulpturen im Ausstellungsraum im 1. OG des Herzogskastens bis zum 8. Mai präsentiert. Am Mittwoch, 13. April, gibt es inmitten der Kunstwerke eine Lesung aus den Märchenbüchern des Künstlers für Kinder von sieben bis zehn Jahren. Am Donnerstag, 21. April, folgt um 19 Uhr eine gemeinsame Lesung von Angerer dem Älteren und Bürgermeister Dr. Brandl und am Samstag, 7. Mai, gibt es bei einer Künstlerführung ab 14 Uhr Einblicke in Gedanken und Techniken von Angerer dem Älteren. Für diese Termine sind Anmeldungen im Herzogskasten (Tel. 09443/9103 180) oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! nötig. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Ehepaar Angerer (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)Ehepaar Angerer (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)
Angerer der Ältere ist gebürtiger Bad Reichenhaller und lebt mit seiner Ehefrau Margit im benachbarten Biburg, wo er die Erlöserkapelle baute. Der studierte Architekt wurde einem breiten Publikum unter anderem durch die Mitarbeit am Kinofilm „Die unendliche Geschichte“ bekannt. Seit den 1960er Jahren und der Aufnahme in die Akademie der Bildenden Künste ist er national wie international aktiv.
 
 
Ingo Knott
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