Premiere bei der Michael Glatt Maschinenbau GmbH:

Abensbergs Erster Bürgermeister, Dr. Uwe Brandl (links) mit dem Geschäftsführer von Michael Glatt Maschinenbau GmbH, Martin Dreßen (rechts) in der Ausbildungshalle des Unternehmens (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)Abensbergs Erster Bürgermeister, Dr. Uwe Brandl (links) mit dem Geschäftsführer von Michael Glatt Maschinenbau GmbH, Martin Dreßen (rechts) in der Ausbildungshalle des Unternehmens (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)
Im Januar 2022 haben drei Auszubildende in einer eigens für sie errichteten Halle die praktischen Abschlussprüfungen absolviert. Insgesamt 700.000 Euro hat sich das Abensberger Unternehmen die Halle kosten lassen; neben der Fertigung sind auch ein großer Aufenthalts- und Wirtschaftsraum, Umkleide- und Sanitäranlagen und Büros für die Ausbilder entstanden. Geschäftsführer Martin Dreßen hat mit Abensbergs 1. Bürgermeister Dr. Uwe Brandl über die ständige Suche nach Auszubildenden, Mitarbeiterzufriedenheit und nachhaltige Investitionen gesprochen.
Die Ausbildungshalle wurde auch mit einer eigenen Kantine ausgestattet - sogar mit Kicker - (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)Die Ausbildungshalle wurde auch mit einer eigenen Kantine ausgestattet - sogar mit Kicker - (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)
Das Unternehmen gehört zu den Marktführern im Bereich der Fertigung von hochwertigen Druckbehältern und Apparaten. Tanks, Reaktoren, Fermenter – bei Glatt Maschinenbau sind es zumeist riesige, tonnenschwere Elemente, die für den Weltmarkt erstellt werden. In den letzten Jahren ist Glatt Maschinenbau wieder in die deutsche Top Fünf vergleichbarer Unternehmen gerückt. „Früher hat man an diesem Standort besondere Schweißtechniken entwickelt“, so Dreßen. „Und dann hat sich das Unternehmen zurückgezogen. Auch die Ausbildung ist wohl aus dem Blick geraten.“ Das musste er ändern. „Geeignete Bewerber in unserer Branche zu finden, wird seit Jahren immer schwieriger.“ Schon 2019, zum 95. Jubiläum des Unternehmens, hatte Dreßen angekündigt, eine solche Halle errichten zu wollen. Die dafür nötigen Grundstücke zur Erweiterung des Glatt-Firmengeländes an der Industriestraße wurden damals schon angekauft. „Damit machen wir auch klar, dass wir uns hier in Abensberg nachhaltig aufstellen.“ Das Geschäft läuft gut: Während die Ausbildungshalle fertig gestellt wurde, lud Dreßen im Herbst 2021 zum Spatenstich für eine weitere Produktionshalle. Denn die Auftragsbücher sind für 2022 bereits voll. Probleme bereitet der Rohstoffmarkt, in erster Linie hier natürlich Stahl: der wird derzeit, wenn überhaupt, nur zu Stundenpreisen angeboten. Aber die Produktion läuft.
Der 21-jährige Tobias Walter aus Abensberg ist Anlagenmechaniker im 1. Lehrjahr. Er hat sich ein halbes Jahr vor Schulabschluss für diesen Beruf entschieden und sich dann bei Unternehmen der Region informiert. Schließlich hat er bei Glatt Maschinenbau unterschrieben – und bereut nichts: „Es ist schön hier und für mich auch sehr nahe. Unsere Ausbilder haben Zeit für uns.“ Die Ausbildungshalle war für seine Wahl „entscheidend.“  (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)Der 21-jährige Tobias Walter aus Abensberg ist Anlagenmechaniker im 1. Lehrjahr. Er hat sich ein halbes Jahr vor Schulabschluss für diesen Beruf entschieden und sich dann bei Unternehmen der Region informiert. Schließlich hat er bei Glatt Maschinenbau unterschrieben – und bereut nichts: „Es ist schön hier und für mich auch sehr nahe. Unsere Ausbilder haben Zeit für uns.“ Die Ausbildungshalle war für seine Wahl „entscheidend.“ (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)
Auch, weil alle an einem Strang ziehen: „Mir ist das Zusammenspiel sehr wichtig“, sagt Dreßen. Ein Projekt der Glatt-Azubis gemeinsam mit Schreiner-Auszubildenden vom BBW ist in der Ausbildungshalle zu bewundern: Bänke und Tische für den Außenbereich. Die Stahlelemente kamen von den Glatt-Azubis, die Holzelemente vom BBW. „Es war beeindruckend, wie sich die jungen Leute vernetzt haben und Probleme lösten.“ Die Endprodukte, da waren sich sowohl Dreßen als auch Dr. Brandl einig, seien „reif für den Verkauf.“ Für die Auszubildenden – derzeit sind es fünf Anlagenmechaniker und eine Konstrukteurin – stehen zwei Ausbilder zur Verfügung. „Wir haben schon jetzt Lob von den Prüfern dafür erhalten“, so Dreßen. Denn über die schwierige Situation am Ausbildungsmarkt würden zwar alle klagen, die wenigsten aber würden dagegen ein Zeichen setzen. Eine Halle für die Auszubildenden sei weit mehr als nur ein Zeichen. Und sie macht sich auch an den Produkten bemerkbar: Die Qualität der Schweißarbeiten wird wieder in den höchsten Tönen gelobt.
„Für mich ist das dann ein echter Ansporn“, freut sich Dreßen. Generell will er, das hat er schon zu Beginn seiner Tätigkeit als CEO bei Glatt formuliert, dass sich die Mitarbeiter wohl fühlen und optimal eingesetzt sind. „Das Soziale macht viel aus.“ Die große Kantine über der Ausbildungshalle ist natürlich für alle da, bietet sie doch Sitzplätze für 100 Leute. „Die wird gern genutzt, auch für kleinere Besprechungen. Man kommt hier gern zusammen.“ Auch Pläne, Roboter anzuschaffen, sprechen nicht gegen die Belegschaft, sondern soll ihr manche Arbeit erleichtern oder gar abnehmen. „Was ein Roboter kann, müssen wir nicht unbedingt selbst machen“, so Dreßen. Gerade in Zeiten, wo Mitarbeiter händeringend gesucht werden.
Bürgermeister Dr. Brandl dankte herzlich für die Treue zum Standort und stellte fest: „Sie bieten etwas, das kaum einer am Ausbildungsmarkt bietet. Und Sie wirken und investieren nachhaltig in Abensberg – das ist beeindruckend.“ Die Entwicklung von Glatt Maschinenbau sei für die gesamte Stadt höchst erfreulich.
 
 
Ingo Knott
Bürger- und Presseinformationen
Stadt Abensberg • Stadtplatz 1 • 93326 Abensberg
Tel: +49 9443 9103-110 • Fax: +49 9443 9103-9110 • Mobil: +49 151 16330276
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!www.abensberg.de
Kommentareingabe ausblenden

1000 Buchstaben übrig


Google Analytics Alternative
Keine Internetverbindung